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Mehr Rente für Soldaten durch Auslandseinsatz

Mehr Rente für Soldaten durch Auslandseinsatz

von Stefan Geßner –
Wussten Sie schon, dass seit Dezember 2011 für jeden Monat im Auslandseinsatz auch ein erhöhter Rentenanspruch nach der Bundeswehr bzw. im Alter besteht? Nicht? Dann sind Sie in bester Gesellschaft - denn mir ging es bis vor kurzem genauso! Zumindest bis ich durch Zufall auf einen Beitrag des Deutschen BundeswehrVerbandes (DBwV) gestoßen bin.

Es ist ja ein bekanntes Problem, mit dem aktive und ehemalige Zeitsoldaten immer wieder zu kämpfen haben - der mangelnde Informationsfluss innerhalb der Bundeswehr. Denn obwohl die gesetzliche Grundlage bereits seit über 3 Jahren besteht, wissen vermutlich nur wenige Soldaten auf Zeit, dass sie durch die Teilnahme an Auslandseinsätzen auch mit mehr Rente nach der Bundeswehr rechnen können. Mit dem Inkrafttreten des Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetzes (EinsatzVVerbG) wurde am 13. Dezember 2011 festgelegt, dass jeder Kalendermonat in einer besonderen Auslandsverwendung zu einem Zuschlag von 0,18 Entgeltpunkten bei der Nachverrechnung seitens der Bundeswehr führt. Allerdings werden dabei nur Einsatzzeiten ab dem Stichtag 13. Dezember 2011 berücksichtigt. Zudem müssen insgesamt mindestens 180 Einsatztage vorliegen. Für die Ermittlung der geforderten 180 Tage werden jedoch auch Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung ab dem 1. Dezember 2002 mitgezählt.


Auswirkungen auf die Rente nach der Bundeswehr

Was zunächst nach nicht viel klingt, klimpert sich bei näherer Betrachtung ganz schön zusammen. So habe ich selbst zwischen Juli 2011 und Mai 2014 insgesamt knapp 15 Einsatzmonate im Kosovo, in Mali und in Afghanistan verbracht. Da die Zeit vor dem Stichtag im Dezember 2011 nicht berücksichtigt wird, bleiben trotzdem fast 10 Monate Einsatz übrig. Hieraus ergeben sich in meinem Fall stolze 1,8 Entgeltpunkte für die Rentenberechnung, was aktuell etwa 51,50 Euro an Rente entspricht - und das pro Monat!

Doch die Nachversicherung in der Rentenkasse erfolgt am Ende der Dienstzeit nicht automatisch - zumindest lautete so die Aussage meiner zuständigen Stelle beim Bundesverwaltungsamt (BVA). Sollen die Einsatzzeiträume einer besonderen Auslandsverwendung für die Rente berücksichtigt werden, so müssten diese schriftlich beantragt und nachgewiesen werden. Das steht jedoch im Widerspruch zum offiziellen Verfahren, bei dem eine gesonderte Antragstellung zur Berücksichtigung der Einsatzzeiten gar nicht vorgesehen ist.


So sollten (ehemalige) Zeitsoldaten vorgehen

Um daher auf Nummer sicher zu gehen, sollten aktive Soldaten am besten Kontakt mit ihrem S1-Bereich aufnehmen. Denn es gibt genügend Fälle, wo die Übermittlung der Einsatzdaten nicht richtig geklappt hat. Beorderte Reservisten und alle anderen ehemaligen Soldaten auf Zeit sollten sich ebenfalls an ihre Beorderungsdienststelle oder am besten gleich an die zuständige Stelle beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) wenden.

Wurden die Einsatzzeiträume entgegen dem eigentlichen Meldeverfahren doch nicht bei der Nachversicherung berücksichtigt, so müssen sie mit dem BAPersBw - Referat I 2.3.2 Team Entgeltpunkte - abgestimmt werden. Wenn alles klappt, sollte der Nachversicherung in der Rentenkasse nichts mehr im Wege stehen.

Es wäre für viele ehemalige Zeitsoldaten mit Sicherheit einfacher gewesen, wenn ihnen diese Prozedur bereits vor dem Dienstzeitende bekannt gewesen wäre. Ich hätte mich auf jeden Fall darüber gefreut, wäre der Dienstherr mit diesen Informationen schon deutlich früher um die Ecke gekommen. Schließlich ist das Gesetz eine tolle Sache. Nur leider lässt der entsprechende Informationsfluss (noch) zu wünschen übrig.

Quellen: 

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35 Kommentare

  1. Torte –

    Is ja super, dass ich im November 11 aus meinem letzten Einsatz zurück gekommen bin ^^ naja, irgendwen trifft es immer, aber n grundsätzlich ne gute Sache, wenn man darüber hinweg sieht, dass die Einzahlung der Bundeswehr in die Rentenkasse eh nur marginal is

  2. Lothar Determann –

    Wie vehällt sich das bei Reservisten?

  3. DZE-Team

    @ Lothar Determann: Die Regelungen des Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetzes gelten für Reservisten analog. Neben Soldaten auf Zeit und FWDL profitieren auch Reservedienstleistende bei besonderen Auslandseinsätzen von einer höheren Rentenzahlung im Alter. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  4. Schmi –

    Ich bin März 2012 aus den Einsatz wieder gekommenen hatte auch halbes Jahr später dze.habe den Antrag schon gestellt wurde mir aber abgelehnt die Begründung war es steht einen zu der länger als 180 Tage im Einsatz war und bei mir Waren es genau 177 Tage. Oben steht aber für jeden Monat hat sich da was geändert ?

  5. DZE-Team

    @Schmi: Wie im Blog-Text eindeutig zu lesen ist, "müssen insgesamt mindestens 180 Einsatztage vorliegen." "Für die Ermittlung der geforderten 180 Tage werden jedoch auch Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung ab dem 1. Dezember 2002 mitgezählt." Es fehlen Ihnen also genau 3 Tage, was auch den ablehnenden Bescheid des BVA erklärt. Das ist natürlich ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  6. Bost –

    1,18 Entgeltpunkte = 51, 50 € Rente?? Bitte korrekte Berechnungen und Angaben machen... Der aktuelle Rentenwert beträgt 28,60€. Somit wären dies lediglich 33,75€! Das wäre ein gravierender Unterschied! Und das ganze natürlich nur bei nicht vorzeitiger Inanspruchnahme. Zudem ist dies auch der Bruttorentenwert! Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne per Email an mich wenden!

  7. Torsten –

    1 Entgeltpunkt in der Deutschen Rentenversicherung entspricht derzeit einem Betrag von ca. 28 Euro und nicht wie im Beitrag erwähnt um die 50 Euro.

  8. DZE-Team

    @Bost: Vielen Dank für diesen Kommentar. Machen Sie aber bitte nicht die Pferde scheu. Denn wenn Sie den Text genau gelesen hätten, dann wäre Ihnen sicherlich aufgefallen, dass sich dort nur ein Tippfehler eingeschlichen hat - den ich inzwischen bereinigt habe. Allerdings hatte dieser keinen weiteren Einfluss. Da Ihnen das exakte Ergebnis aber sehr am Herzen zu liegen scheint, rechne ich es Ihnen gern noch mal vor: 1 Monat Einsatz = 0,18 Entgeltpunkte. Damit ergeben sich bei 10 Monaten Einsatz = 1,8 Entgeltpunkte (hier war leider der Tippfehler - also nicht 1,18). Soweit so gut. Es sind sogar 28,61 € (für Westdeutschland) die man aktuell monatlich pro Rentenpunkt erhält und nicht nur 28,60 €. Also bitte schön korrekt bleiben! Damit errechnen sich dann 1,8 x 28,61 € = 51,498 €. Genau der Wert, der - auf einen Cent gerundet - oben im Blog steht. Wer früher in Rente geht, muss sicherlich Abstriche machen - aber das war ja nicht das Blog-Thema. Sie haben auch vergessen zu erwähnen, dass sich der Rentenpunktwert von Zeit zu Zeit verändert, so dass die Bruttorente pro Rentenpunkt vielleicht sogar noch steigt. Falls Sie noch Fragen zur Rechnung haben, können Sie mich gerne anrufen. Die Nummer finden Sie im Impressum. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  9. DZE-Team

    @Torsten: Da haben Sie völlig Recht. Es sind aktuell 28,61€ pro Rentenpunkt. Die 51,50 € beziehen sich auf mein Beispiel von 10 Einsatzmonaten (= 1,8 Rentenpunkte). Denn für 0,18 Rentenpunkte gib es natürlich nur ca. 5,15 € mehr Rente. Ich hoffe, dass das im Blog-Text nicht zu verwirrend ist. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  10. Scire –

    Einerseits bin ich amüsiert über die Kommentare, andererseits erschrocken, welch Halbwissen auf diese Art verbreitet wird. Stefan vom DZE-Team antwortet @Bost: "Also bitte schön korrekt bleiben!". Lieber Stefan, dann halt auch Du Dich dran: Es werden keine Einsatzzeiten nach dem 13.12.2011 berücksichtigt, sondern ab dem 13.12.2011, jeder Einsatz muss mindestens 30 Tage umfassen und die Abrechnung findet Tag-genau statt. Dein Beispiel suggeriert, dass nur ganze Monate abgerechnet werden. Eine Antragstellung für eine Nachversicherung oder auch die Gewährung der zusätzlichen Entgeltpunkte für SaZ ist nicht vorgesehen. Das ist ganz großer Blödsinn - einfach mal die Erlasse dazu lesen! Also, kein Haken, kein Antrag, kein fehlender Informationsfluss - nur falsche Detailinformationen durch das DZE-Team ... ... und "Torte" hält die Nachversicherung durch den Dienstherrn für nebensächlich (marginal). Auch dazu ein Tipp: erst informieren, dann meckern! Jeder Rentenversicherungspflichtige ist mit 9,35 v.H. Rentenbeiträgen dabei, Soldaten mit 0,0 v.H.!

  11. DZE-Team

    @Scire: Vielen Dank für Ihren Kommentar sowie den semantischen Hinweis, dass Einsatzzeiten „ab“ und nicht „nach“ dem 13.12.2011 berücksichtigt werden. Im Ergebnis spielt dies aber keine wirklich entscheidende Rolle. Ihre weiteren Aussagen sind zudem schlichtweg falsch! Bitte verunsichern Sie nicht unsere Leser mit unrichtigen Kommentaren. Ich empfehle Ihnen dazu dringend einen Blick in die aktuelle GAIP der Bundeswehr zu werfen. Hier ist ganz klar geregelt - Zitat: „SaZ werden bei Vorliegen der Voraussetzungen nach §§ 181 ff SGB VI am Ende ihrer Dienstzeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Sofern sie während ihrer Dienstzeit an einer besonderen Auslandsverwendung nach § 76e SGB VI teilgenommen haben, ist bei der Nachversicherung zu prüfen, ob hierfür Zuschläge an Entgeltpunkten zu gewähren sind. Die Meldungen der zuschlagberechtigenden Zeiten und die Zahlung der Beiträge erfolgt durch BAPersBw I 2.3.2.“ Mehr brauche ich da wohl nicht zu sagen. Sollten Sie dazu noch Fragen haben, können Sie sich gerne telefonisch an mich wenden. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  12. Scire –

    Schön, dass wir uns zumindest hinsichtlich des Datums 13.12.2011 einig sind. Nun zu Ihrem Zitat: „SaZ werden bei Vorliegen der Voraussetzungen nach §§ 181 ff SGB VI am Ende ihrer Dienstzeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Sofern sie während ihrer Dienstzeit an einer besonderen Auslandsverwendung nach § 76e SGB VI teilgenommen haben, ist bei der Nachversicherung zu prüfen, ob hierfür Zuschläge an Entgeltpunkten zu gewähren sind. Die Meldungen der zuschlagberechtigenden Zeiten und die Zahlung der Beiträge erfolgt durch BAPersBw I 2.3.2.“ Mit keinem Wort ist in Ihrem Zitat erwähnt, dass für die Nachversicherung oder die zusätzlichen Entgeltpunkte durch die SaZ ein Antrag zu stellen ist. Richtig ist, dass Soldaten am Ende Ihrer Dienstzeit nachversichert werden und zwar "von Amts wegen" - also ohne Antrag durch das Bundesverwaltungsamt! Gleiches gilt für die zusätzlichen Entgeltpunkte - dies im im BMVg-Erlaß vom 21.12.2012 (Seite 4) geregelt. Als Unternehmensberatung sollten Sie etwas mehr Genauigkeit walten lassen.

  13. DZE-Team

    @Scire: Leider sind diese Informationen nicht überall bekannt, da offensichtlich selbst das BVA die gültige Erlasslage nicht gekannt oder falsch ausgelegt hat. Darüber hinaus kann ich jedem Soldaten nur dringend empfehlen, sich eben nicht völlig blind auf die Meldung "von Amtswegen" zu verlassen - insbesondere bei bereits lange zurückliegenden Einsatzzeiträumen. Ich war selbst 13 Jahre lang Soldat auf Zeit und weiß daher genau, dass ein "automatisches" Meldeverfahren sehr vom Sachbearbeiter vor Ort abhängt. Außerdem kenne ich Fälle, wo die Einsatzzeiträume definitiv nicht automatisch gemeldet wurden. Daher möchte ich mit meinen persönlichen Erfahrungen andere (ehemalige) Zeitsoldaten auf diesen Umstand aufmerksam machen. Es geht daher weniger um die letzten Einzelheiten zur Berechnung der Entgeltpunkte oder die - zumindest in der Truppe - oft nicht bekannten Meldewege. Trotzdem habe ich den Blog-Text etwas angepasst, damit das nun klarer zum Ausdruck kommt. Abschließend möchte ich klarstellen, dass dienstzeitende.de definitiv keine Unternehmensberatung ist. Hier verweise ich einfach mal auf den Bereich "Über uns". Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  14. Scire –

    Ich gehe sehr wohl davon aus, dass die Erlasslage den Mitarbeitern des BVA bekannt ist. Nur halten einige Soldaten die Abgabe der "Erklärung zur Nachversicherung" (hier wird die Sozialversicherungsnummer und Angaben zur weiteren Beschäftigung abgefragt) für einen "Antrag auf Nachversicherung". Für das Einpflegen von Einsatzzeiträumen ins System SASPF ist im Übrigen "die Truppe" zuständig.

  15. DZE-Team

    @Scire: Nun, wenn allen Mitarbeitern des BVA die Erlasslage bekannt ist, dann muss mich der Mitarbeiter wohl absichtlich falsch informiert haben. Es ging hier definitiv nicht um eine "Erklärung zur Nachversicherung" sondern um eine Anerkennung der Einsatzzeiträume durch die Personalbearbeitende Dienststelle (PSt). Erst danach könne auf schriftlichen Antrag eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenkasse - bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen - seitens BVA Bereich Nachversicherung erfolgen. Das steht ja im Widerspruch dazu, dass alles automatisch "von Amtswegen" erfolgt und sich der SaZ um nichts zu kümmern braucht. Aber sei es drum! Jeder Zeitsoldat mit entsprechender Diensterfahrung, kennt diese Problembereiche genau. Bei dem einen klappt es reibungslos und bei dem nächsten überhaupt nicht. Nur leider wissen die meisten Soldaten auf Zeit ja nicht mal, dass sie durch ihren Einsatz zusätzliche Rentenansprüche erworben haben. Weiterhin: Wenn Sie die "AVZ-festsetzende/zahlende Stellen" als Truppe bezeichnen, dann ist das für mich eine eigenwillige Auslegung, aber ich kann damit leben. Denn gemäß GAIP melden diese Stellen dem BAPersBw die tatsächlichen Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung mit Anspruch auf AVZ durch Übersendung eines Nebenabdruckes des Formular "Bescheinigung über gezahlte Dienstbezüge/über gezahlten Wehrsold; hier Auslandsverwendungszuschlag" - damit liegt der Ball im Feld der Wehrverwaltung. Aber sei es auch hier drum. Schönes Wochenende und mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  16. Dom F. –

    Guten Tag liebes DZE Team Ich habe bezüglich des Rententhemas und Auslandsverwendungen eine Frage. Wie ist denn die genaue Bezeichnung im Gesetzestext. Es geht darum, dass ich 2014 sieben Monate in einer abgesetzten Dienststelle im Ausland tätig. In den Texten finde ich nur die Bezeichnung "Auslandsverwendung". Im Umgangssprachlichen war ich NICHT im EINSATZ sondern in einer AUSLANDSDIENSTSTELLE tätig. Nur wo ist hier für den Gesetzgeber der Unterschied?? Und die Entscheidende Frage ist, steht mir der erhöhte Rentensatz nun für diese 7 Monate zu oder nicht?

  17. DZE-Team

    @Dom: Das Gesetz spricht eindeutig von "Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung". Besondere Auslandsverwendungen sind befristete Einsätze von Soldaten im Ausland aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Im entsprechenden Beschluss muss die Bezeichnung als besondere Auslandsverwendung aufgeführt sein (wie z.B. bei den Mandaten für KFOR, EUTM MALI etc.). "Normale" Verwendungen bei einer Dienststelle im Ausland (NATO-Stab, Verbindungskommando etc.) fallen leider nicht darunter. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst Du Dich auch an das BAPersBw Referat I 2.3.2 - Team Entgeltpunkte wenden. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  18. Micha –

    Hallo, ich war 2009 in Afganistan für 111 Tage und 2013 für 130 Tage. Kann ich da jetzt was beantragen ? Mein DZE ist im Dezember 2018. Grüße Micha

  19. DZE-Team

    @ Micha: Nur die 130 Tage aus dem Jahr 2013 können für die Erhöhung der Rentenansprüche berücksichtigt werden. Die genauen Zeiträume der Einsätze sollten bereits an das BAPersBw Referat I 2.3.2 - Team Entgeltpunkte gemeldet worden sein. Daher müssen Sie nicht aktiv tätig werden. Wenn bis zum DZE noch weitere besondere Auslandseinsätze hinzukommen, dann werden die Einsatztage ebenfalls voll mit angerechnet. Sollten Sie bis zu Ihrem Dienstzeitende wegen der Nachversicherung in der Rentenkasse noch nichts vom BAPersBw gehört haben, dann empfehle ich dort einfach mal nachzufragen. Denn inzwischen werden nach und nach alle Zeitsoldaten angeschrieben und die erfassten Datensätze abgeglichen. Die Nachversicherung erfolgt dann sowieso erst nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  20. TopGun –

    Wie schaut das dann mit den ausgeschiedenen SaZ aus, die an Einsätzen wie IFOR, SFOR, MFOR und OEF teilgenommen haben? Gehen diese dann leer aus bei dieser Regelung?

  21. DZE-Team

    @TopGun: Zwar werden alte Einsatzzeiten von Zeitsoldaten ab 01.12.2002 für die Berechnung der 180-Tage Mindesteinsatzdauer angerechnet, doch führen nur die Einsatztage nach dem 13.12.2011 auch wirklich zu einer höheren Nachversicherung in der Rentenkasse. Doch das wird wohl leider nur bei den wenigsten dieser Kameraden der Fall sein. Viele Grüße, Stefan vom DZE-Team

  22. Klaus Gerecke –

    Gibt es auch Anerkennungszeiten fuer sozialpflichtigen Auslandseinsatz, im Dienste des Ministeriums fuer Aussenhandel, aus DDR-Zeiten?

  23. DZE-Team

    @Klaus Gerecke: Eine entsprechende Regelung ist uns nicht bekannt und es würde mich auch sehr wundern. Die hier erwähnte Rentennachversicherung betrifft nur Zeitsoldaten der Bundeswehr bei Vorliegen der Voraussetzungen. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  24. Suedan –

    Kurze Frage Werden die 0,18 rentenpunkte dann nur für die auslandseinsatzmonate gerechnet oder auf die gesamte Dienstzeit z.b bei 10 Monate die 1,8 Rentenpunkte.

  25. DZE-Team

    @Suedan: Die höhere Rentennachversicherung erstreckt sich ausschließlich auf die Einsatzmonate im besonderen Auslandseinsatz (ab dem Stichtag 13. Dezember 2011) und beträgt 0,18 Entgeltpunkte pro Einsatzmonat. Wobei hier nicht gerundet sondern auf den Tag genau berechnet wird. Alle restlichen Dienstmonate werden nach dem Dienstzeitende dann ganz regulär in der Rentenkasse versichert. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  26. Lorenz Markus –

    Ich bin zur Zeit gerade dabei meine Zeiten vor dem Stichtag für Einsatze 1993/94 1997 und 1998/99 UnoSom II und SFOR zur Pension als Landesbeamter angerechnet zu bekommen. Ich habe jetzt erfahren, dass es in der Oktoberausgabe 2016 der Verbandszeitung zu einem Grundsatzurteil einen Kommentar gibt, Leider war es mir bisher nicht möglich auf diesen Artikel zuzugreifen. Wäre schön. wenn Sie mir Informationen zukommen lassen könnten. Ich habe auch für alle Interessierten einige Infos über meine Vorgehensweise, mein Fall war auch schon zweimal zur Prüfung Thema beim BMVg. Danke

  27. Herzmann –

    Ist das noch aktuell? Muss ich das noch gesondert beantragen? Ich habe am 30.4 dze hatte 2010, 196 einsatzland und 2014 nochmal 119 also Tage genug. Wie läuft das ganze genau ab woher weiß ich was berücksichtigt ist und was nicht. Mkg

  28. DZE-Team

    @Herzmann: Das Meldeverfahren ist inzwischen deutlich verbessert worden und klappt in der Regel ziemlich gut. Das BAPersBw Referat I 2.3.2 - Team Entgeltpunkte - hat zudem die Masse der betroffenen Soldaten angeschrieben und sich Einsatzzeiträume noch einmal bestätigen lassen. Um wirklich sicher zu gehen, sollten Sie aber dennoch Kontakt zum BAPersBw Referat I 2.3.2 aufnehmen. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  29. MartinB –

    Sehr geehrtes DZE-Team. Es war mal für Berufssoldaten geplant, die geleisteten Einsatztage mit dem Pensionseintritt zu verrechnen, sodass dadurch ein früherer Pensionseintritt möglich ist. Ist das wieder vom Tisch oder plant man weiterhin eine entsprechende Umsetzung? Mit freundlichen Grüßen MartinB

  30. DZE-Team

    @MartinB: Leider haben wir dazu keinen neuen Sachstand. Ich bin mir nicht sicher, inwiefern dies überhaupt umgesetzt wird. Aktuell werden Einsatzzeiten bei BS auf Antrag als sog. ruhegehaltfähige Dienstzeit bei der Pensionsberechnung doppelt berücksichtigt, wenn der einzelne Einsatz mindestens 30 Tage und die Gesamtheit der Einsätze mindestens 180 Tage beträgt. Eine Erhöhung des Höchstversorgungssatzes von 71,75 Prozent der letzten Bezüge kann aber nicht erfolgen. Im Zuge des Attraktivitätssteigerungsgesetzes wurde zudem die Erprobung von Langzeitkonten gestartet, die ein "Ansammeln" von max. 1.400 Überstunden auf ein gesondertes Überstundenkonto gestattet. Diese können dann später in Freizeit abgebaut werden. Allerdings ist bei BS ab 3 Jahren vor Erreichen der besonderen Altersgrenzen ein Freizeitausgleich nur im Rahmen eines speziellen Teilzeitmodells möglich. Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  31. Stefan –

    Das ist schön für die Soldaten ....endlich wird mal was verbessert....ich persönlich hab über 1000 Tage Auslandseinsatz hinter mir und bin 12/2007 Abgegangen....d.h.keine Kohle für mich.

  32. Peter –

    Ich hätte dazu mal eine Frage und zwar zählt jeder Einsatz für sich oder werden mehrere Einsätze zusammen addiert? Ich war z.b in Afghanistan und Mali und habe insgesamt 303 Einsatztage. Oder muss jeder Einsatz min. 180 Tage dauern bevor man dies beantragen kann?

  33. DZE-Team

    @Peter: Nein, alle Einsatztage ab dem Stichtag 13.12.2011 werden aufaddiert! Die 180-Tage-Grenze muss nur mindestens erreicht werden, damit ein höherer Rentenanspruch nach Dienstzeitende entsteht. Inzwischen läuft die Nachverrechnung in der Rentenkasse durch die Bundeswehr aber reibungslos, so dass Sie eigentlich ein Schreiben vom BAPersBw bekommen haben müssten. Beste Grüße, Stefan vom DZE-Team

  34. Hahne –

    Hallo, ich habe vor dem Stichtag 13.12.2011, über ca. 600 Einsatztage. Ich habe nunmehr gehört, dass Klagen gegen die Stichtagsregelung laufen. Ist etwas bekannt? Im Voraus vielen Dank

  35. DZE-Team

    @Hahne: Meines Wissens hatte der Deutsche BundeswehrVerband versucht gegen diesen Stichtag vorzugehen. Allerdings hat man bisher wohl noch keinen Durchbruch erreicht. Zumindest ist es ziemlich still geworden. Viele Grüße, Stefan vom DZE-Team


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