Wichtige Begriffe rund um das Dienstzeitende

Berufsorientierungspraktika

Allen Zeitsoldaten mit mindestens vier Jahren Verpflichtungsdauer und einem erhöhten Berufsorientierungsbedarf kann zur Teilnahme an einem Berufsorientierungspraktikum im Sinne von § 7 Abs. 4 Soldatenversorgungsgesetz (SVG) eine Freistellung vom militärischen Dienst von höchstens einem Monat gewährt werden.

Ein erhöhter Berufsorientierungsbedarf liegt regelmäßig dann vor, wenn ein Förderungsberechtigter noch keine abschließende Wahl seines Berufs nach der Bundeswehr getroffen hat und dadurch seine Neigung sowie Eignung für bestimmte Berufe geklärt oder berufliche Alternativen erprobt werden sollen. Soweit es für die Umsetzung des Förderungsplans zweckmäßig ist, kann das Praktikum in mehrere Abschnitte geteilt werden.

Soldaten auf Zeit mit einer Verpflichtungsdauer von mindestens zwölf Jahren, die nicht auf Grund ihrer zivilberuflichen Vorbildung mit höherem Dienstgrad eingestellt wurden oder die während ihrer Dienstzeit keine zivilberuflich anerkannte militärfachliche Aus- oder Weiterbildung erhalten haben, haben gemäß § 7 Abs. 3 SVG einen Anspruch auf bis zu drei Berufsorientierungspraktika. Die Praktika dürfen jeweils höchstens einen Monat dauern und können in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden, sofern es zur Umsetzung des Förderungsplans zweckmäßig ist. Während dieser Zeit kann eine Freistellung vom militärischen Dienst erfolgen. Mögliche Fahrtkosten und Kosten für eine auswärtige Unterkunft und Verpflegung können in diesem Fall nach den entsprechenden Vorschriften erstattet werden.

Siehe auch Eingliederungshilfen

Auch interessant für Sie: