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Mehrarbeit als Reservist lohnt sich endlich!

Mehrarbeit als Reservist lohnt sich endlich!

von Stefan Geßner –
Bisher haben Reservedienstleistende (RDL) für geleistete Mehrarbeit während des militärischen „Grundbetriebs" maximal einen Ausgleich in Freizeit erhalten. Häufig war die Abgeltung des Freizeitanspruchs jedoch aus dienstlichen Gründen insbesondere bei kurzen Übungen gar nicht möglich, so dass viele Reservisten regelmäßig leer ausgingen.

Erstmals finanzielle Vergütung für Mehrarbeit

Mit dem Inkrafttreten der Wehrsoldempfängermehrarbeitsvergütungsverordnung wurde in Punkto Überstundenabrechnung bei Reserveübungen nun endlich Abhilfe geschaffen. Denn ab sofort haben auch Reservisten einen finanziellen Vergütungsanspruch für geleistete Mehrarbeit. Voraussetzung dafür ist aber, dass ein Ausgleich in Form einer Dienstbefreiung aus zwingenden dienstlichen Gründen während des Übungszeitraums nicht möglich ist. Darüber hinaus muss die Mehrarbeit schriftlich angeordnet und genehmigt sein. Außerdem muss eine Überschreitung der notwendigen Mindeststundenanzahl vorliegen. Das ist der Fall, wenn die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit im Kalendermonat um mehr als 5 Stunden überschritten wird.

Reservisten erhalten je Überstunde einen Satz von 10,70 Euro (Mannschaften bis Hauptgefreiter), 11,89 Euro (Stabsgefreiter bis Hauptfeldwebel), 16,33 Euro (Stabsfeldwebel bis Hauptmann) bzw. 22,49 Euro (Major bis Oberst). Dieser Vergütungsanspruch besteht übrigens rückwirkend ab dem 1. Januar 2016, was zu entsprechenden Nachverrechnungen führen kann. Verantwortlich dafür sind die Disziplinarvorgesetzten der Einheiten, in denen die Mehrarbeit im Grundbetrieb geleistet wurde. Freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL) erhalten mit der neuen Regelung bei Überstunden ebenfalls einen Anspruch auf einen erhöhten Wehrsold in Höhe von 8,87 Euro je Stunde.

Ausdrücklich nicht zum Grundbetrieb zählen übrigens alle militärischen Tätigkeiten, die nach § 30c Soldatengesetz als „Ausnahme" eingestuft sind. Also z.B. die Teilnahme an besonderen Auslandseinsätzen, einsatzgleichen Verpflichtungen oder Übungs- und Ausbildungsvorhaben unter Einsatzbedingungen.


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4 Kommentare

  1. Michael –

    Moin Vielen Dank für den Beitrag. Wer hat sich denn schon Überstunden auszahlen lassen? Welcher Vordruck ist zu nutzen und an welche bearbeitende Stelle ist dieses zu senden? Kommt es auch nach Düsseldorf? Aktuell habe ich nach einer Wehrübung etwa 80Stunden über und keiner weis wie diese ausgezahlt werden können. Vielen Dank für die kommenden Antworten...

  2. Oliver –

    Hallo, ich habe im letzten Jahr für eine Übung im Monat Mai Überstunden beantragt. Meine zuständige S1 Abteilung ist mit diesem Fall nicht vertraut, ich habe mein Geld bis zum heutigen Tag noch nicht. Jetzt habe ich von meinem zuständigen Bundeswehrkarriere Zentrum eine Information erhalten. dass meine Anträge bei Ihnen gelandet sind und sie nicht wissen, was Sie damit anfangen sollen. Ich glaube das wird mich noch viele Anrufe und viele Nerven kosten.

  3. DZE-Team

    @Oliver: Ihr S1 Bereich hätte die Daten eigentlich in SASPF einflegen müssen. Das bildet die Grundlage für eine Abrechnung durch das BAPersBw in Köln. Gerne möchte ich Sie auf unseren DZE-Blog-Beitrag zum Thema "Überstundenvergütung für Reservisten" hinweisen. Dort ist das Vorgehen für Reservisten genau erklärt. Sie finden den Beitrag unter folgendem Link: https://www.dienstzeitende.de/blog/mehrarbeitsverguetung-fuer-reservisten-147/ Mit besten Grüßen, Stefan vom DZE-Team

  4. siebels –

    Bei uns wurden die Arbeitszeiten für alle Wehruebenden zentral vom Kompanietrupp erfasst und weitergeleitet.


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