DIENSTZEITENDE - Karriereplattform für Zeitsoldaten
Wo planen SaZ ihre Karriere nach der Bundeswehr?

Wo planen SaZ ihre Karriere nach der Bundeswehr?

von Stefan Geßner –
Der Übergang in das zivile Berufsleben ist für viele Zeitsoldaten eine große Herausforderung. Die Bundeswehr lässt sie dabei aber nicht im Regen stehen und bietet mit der Berufsförderung und Dienstzeitversorgung ein einzigartiges Paket für den Start in ihre Karriere nach der Bundeswehr. Offiziell begleitet werden die Soldaten dabei durch ihren zuständigen Berater des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr (BfD). Doch immer mehr Unternehmen, Verbände und Initiativen unterstützen Soldaten auf Zeit (SaZ) aktiv bei ihrer Wiedereingliederung.

Daher hat Dienstzeitende.de rund 1.500 aktive und ehemalige Zeitsoldaten befragt und wollte wissen, welche Informationsquellen für sie eine besondere Rolle spielen und wie sie die Leistung ihres zuständigen Berufsförderungsdienstes bewerten.

Wichtigste Informationsquelle ist der Kameradenkreis

Wie nicht anders zu erwarten, nutzen nahezu alle Soldaten das Internet für die Informationssuche. Erstaunlich ist jedoch, dass der Kameradenkreis eindeutig als beste aller Informationsquellen abgeschnitten hat. Direkte Vorgesetzte werden dagegen nur von etwa einem Drittel als nützlicher Ratgeber angesehen.

Auch der Berufsförderungsdienst musste Federn lassen. Zwar hatten noch nicht alle Befragten Kontakt zum BfD, doch bewerten nur 54,8 Prozent der aktiven und 61,2 Prozent der ehemaligen SaZ ihren BfD-Berater als hilfreichen Ansprechpartner für Fragen rund um das Dienstzeitende. Ein Ergebnis, das sich ebenfalls in der Bewertung der Zufriedenheit widerspiegelt. So sind bzw. waren 49,2 Prozent der aktiven und 61,2 Prozent der ehemaligen Zeitsoldaten mit der Beratung und Betreuung durch ihren zuständigen BfD zufrieden. Häufigste Kritikpunkte sind eine mangelnde Motivation des Beraters, die nicht-einheitliche Auslegung von Förderbestimmungen sowie die gezielten Beeinflussungen in Richtung interner BfD-Maßnahmen. Interessant ist auch, dass das Angebot der Bundesagentur für Arbeit für Zeitsoldaten nahezu keine Rolle spielt.

Viele Fragen bleiben offen

Im Bereich der sozialen Absicherung herrscht bei Zeitsoldaten oft völlige Unklarheit. Rund 70 Prozent der Befragten würden sogar auf kostenpflichtige Veranstaltungen zu den Themen Rente, Krankenversicherung nach der Bundeswehr oder Beihilfeansprüche zurückgreifen, um ihren Informationsbedarf zu decken. Auch bei der Frage, welche Aus- und Weiterbildung oder welcher Job nach der Bundeswehr am besten passen könnte, hätten sich rund 55 Prozent eine fundierte Beratung gewünscht. Weitere genannte Themengebiete waren die Erstellung und Bewertung des Dienstzeugnisses (47,1 Prozent) sowie der Bereich der Reservistenangelegenheiten (31,8 Prozent).

So viele Informationsquellen wie möglich nutzen

Die Ergebnisse der DZE-Online-Umfrage machen deutlich, dass Zeitsoldaten rund 24 Monate vor ihrem Dienstzeitende beginnen, sich mit ihrer Wiedereingliederung auseinanderzusetzen. Nicht immer erhalten sie dabei die erhoffte Unterstützung durch den zuständigen Berufsförderungsdienst. Es bleibt daher zu hoffen, dass der BfD in Zukunft ein Stück weit besser wird und sich verstärkt als Dienstleister für Zeitsoldaten sieht.

Ansonsten kann man jedem Soldaten nur raten, bei der Rückkehr in das zivile Berufsleben so viele Informationsquellen wie möglich zu nutzen.

Ergebnisse der DZE-Online-Umfrage downloaden

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117 Personen (4.5 von 5 Sternen)

1 Kommentar

  1. Knoblich –

    guten Abend. Ich selber hatte noch keinen Termin beim BfD aber viele, die am Standort sind oder waren, sind sehr unzufrieden mit dem BfD... Sei es Auftreten und Beratung oder auch, dass gewisse Maßnahmen ausfallen


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