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Dienstzeugnis nach der Bundeswehr

Dienstzeugnis nach der Bundeswehr

von DZE - Team –
Ein Dienstzeugnis stellt Vorgesetzte und Bewerber gleichermaßen vor Herausforderungen. Der Vorgesetzte muss den Soldaten nach dessen wirklichen Fähigkeiten ehrlich bewerten, dies aber nur in einem „wohlwollenden" Ton ohne „Übertreibungen". Was damit aber wirklich gemeint ist, bleibt im Dunkeln.

Die Soldatin oder der Soldat wiederum muss das Zeugnis „lesen" können, d.h. er muss bewerten können, ob das Zeugnis seinen tatsächlichen Leistungen entspricht und ob diese korrekt wiedergegeben werden. Doch an dieser Aufgabe scheitern in der Praxis viele. Zum Schluss entsteht ein Dienstzeugnis, das beide Seiten nicht zufriedenstellt und schlimmstenfalls die zivilen Berufsperspektiven der ehemaligen Zeitsoldatin oder des ehemaligen Zeitsoldaten nach Dienstzeitende massiv einschränkt.

Vorgesetzte und künftige Bewerber bleiben damit aufgefordert, sich intensiver mit der „Black Box" Dienstzeugnis zu befassen. Die Realität zeigt hier, dass noch vieles im Argen liegt, wie die hohe Zahl der Eingaben an den Wehrbeauftragten in Sachen Dienstzeugnisse belegt.

Damit Soldaten besser verstehen können, wie ein Dienstzeugnis entsteht, empfehlen wir das Buch "Dienstzeugnisse der Bundeswehr" (Affiliate-Link). Es legt einen starken Fokus auf die künftigen Bewerberinnen und Bewerber und gibt Tipps, wie ein schlechtes oder unvollkommenes Dienstzeugnis durchschaut wird.

Viele Hindernisse, die der künftigen zivilen Karriere im Wege stehen, fallen erst auf den zweiten Blick auf. Beispielsweise ist das Dienstzeugnis nicht nur an die Soldatin oder den Soldaten gerichtet, sondern soll vor allem auch den Personalentscheidern in den Unternehmen wichtige Informationen über die Bewerberin oder den Bewerber geben. Doch die Bundeswehr besitzt als einziger militärischer Arbeitgeber eine eigene spezielle Sprachwelt. Mit dieser können viele Unternehmen wenig bis nichts anfangen. Hier liegt es am Bewerber, stärker hinzuschauen und ein Dienstzeugnis zu fordern, dass in erster Linie den "zivilen" Ansprüchen gerecht wird.

Darüber hinaus sprechen sich die Autoren Wimmer/Wiehn für mehr Sensibilität im Umgang mit den Anforderungen der zivilen Arbeitswelt aus. Gleichzeitig präsentiert das Buch Lösungsvorschläge und Checklisten für ein besseres Verständnis aller Parteien: den Bewerbern, den Vorgesetzten und den Unternehmen.
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