Zukunft mit System

Eine solide Basis für die Zukunft: Oberfeldwebel d.R. Carsten Müller, Geschäftsbereichsleiter bei acocon, erläutert den Wert einer fundierten IT-Ausbildung und das Berufsbild des Fachinformatikers.

Acocon ist nun seit fast 20 Jahren als erfolgreiches IT-Beratungsunternehmen tätig. Nach welchen Grundsätzen handeln Sie, um die Zufriedenheit Ihrer Kunden langfristig sicherzustellen?

Ich denke, es ist wichtig, die Nachhaltigkeit zwischen den Kunden und uns zu fördern. Das bedeutet, dass wir natürlich auch nach Kursende versuchen, den Kontakt zu unseren Kunden zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, führen wir immer wieder Events durch oder nutzen moderne Medien, wie zum Beispiel Foren im Internet.

Welche Rolle spielt die persönliche Praxiserfahrung in einem sich ständig verändernden Marktumfeld?

Diese Frage lässt sich kurz und bündig beantworten. Denn Praxiserfahrung ist durch nichts zu ersetzten. Gerade in der heutigen Zeit!

In einer modernen Gesellschaft geht heute ohne Computer gar nichts mehr. Wie bewerten Sie denn die Karrierechancen in der IT-Branche?

Ich denke, das hat nichts mit Computern zu tun, denn in jeder Branche hat man Karrierechancen, wenn man seinen Job gut macht. Genau danach suchen wir auch unsere Kunden aus. Ein Kursteilnehmer muss Spaß am Umgang mit IT haben, denn nur was man gerne macht, das macht man auch gut!

Warum ist gerade in Zeiten unterschiedlichster Computer-Zertifizierungen eine fundierte IT-Ausbildung besonders wichtig?

Weil eine Zertifizierung sehr vergänglich ist. Sobald ein neues IT-System oder eine bessere Softwarelösung Einzug in die Wirtschaft hält, werden die alten „Scheine" wertlos. Eine solide Berufsausbildung hingegen wird in den Unternehmen immer nachgefragt und verliert auch langfristig nicht an Wert.

Können Sie uns die Ausbildung und das Berufsbild des Fachinformatikers einmal kurz vorstellen?

Das Berufsbild eines Fachinformatikers ist sehr umfangreich. Der Fachinformatiker ist der typische Administrator, der sich für Kunden oder in einem Unternehmen um das Netzwerk kümmert. Er ist zuständig dafür, dass die User im Netzwerk arbeiten können. Aus diesem Grund ist ein Fachinformatiker auch sehr wichtig in einem Unternehmen.

Mit welchen Verdienstmöglichkeiten kann ein frischgebackener Fachinformatiker eigentlich so rechnen?

Der große Vorteil bei uns ist, dass der Teilnehmer seinen Praxisteil im Ausbildungsunternehmen absolviert. Er bekommt so die einmalige Chance, sich dort von Anfang an gut darzustellen und positiv zu präsentieren. So kann er es durch persönliches Engagement schaffen, dass das Unternehmen nicht mehr auf ihn verzichten mag. In diesem Fall ist das potentielle Gehalt natürlich deutlich höher als normal. Die Spanne der Einstiegsgehälter ist aber insgesamt schon sehr groß und liegt zwischen 30.000 Euro und 55.000 Euro pro Jahr.

Zeitsoldaten können sich bei acocon beruflich auch komplett neu orientieren, denn sie bieten bundesweit die Möglichkeit einer Umschulung  mit  IHK  Berufsabschluss.  Würden Sie auf Ihr Kooperationsmodell mit der Bundeswehr bitte etwas näher eingehen?

Die Kooperation mit der Bundeswehr sieht wie folgt aus. Wir suchen in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst Zeitsoldaten, die ihre berufliche Zukunft nach der Bundeswehr im IT-Umfeld sehen. Wichtig hierbei ist, dass die Teilnehmer wirklich Lust auf diesen Beruf haben! Je nach Eingangsberuf und Qualifizierung suchen wir dann für den Teilnehmer entweder einen Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder, wenn die Voraussetzungen passen, auch gleich einen passenden Arbeitsplatz. Die Suche findet natürlich im Wohnbereich des Soldaten statt und hat immer das Ziel einer Festanstellung!

Stimmt es, dass Sie die bei Ihnen ausgebildeten Soldaten dank des speziellen Ausbildungskonzeptes auch mit enormen Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt vermittelt können?

Das ist definitiv so! Die Ausbildungsunternehmen, die wir bundesweit für unsere Teilnehmer suchen, haben immer das Ziel der Übernahme! Sollte es aber trotzdem einmal nicht zu einer Einigung kommen, so können unsere Teilnehmer auf einen richtigen Beruf inklusive Zertifizierungen und Berufspraxis zurückgreifen. Mit diesen Voraussetzungen können die ehemaligen Soldaten sehr gut auf dem heutigen IT Arbeitsmarkt bestehen.

Wie gut klappt dabei denn Ihre Zusammenarbeit mit dem zuständigen Berufsförderungsdienst (BFD)?

Die Zusammenarbeit mit dem BFD funktioniert sehr gut. Unser Konzept wird immer wieder durch positive und konstruktive Kritik von verschiedenen Beratern aus ganz Deutschland angepasst. Somit schaffen wir eine erfolgreiche Arbeitsatmosphäre, von der alle Seiten profitieren.

Welche eigenen Erfahrungen mit ehemaligen Soldaten auf Zeit haben Sie denn im Ausbildungs- oder Berufsumfeld bisher gewonnen?

Die positiven Erfahrungen überwiegen sicherlich, auch wenn die eine oder andere Enttäuschung dabei war. Als ehemaliger Soldat sehe ich manche Dinge natürlich ganz anders. Denn ich weiß aus eigenem Erleben, an welcher wichtigen Stelle unsere Teilnehmer gerade stehen.  (sg)

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Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Bildungspartner für Zeitsoldaten

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