Profi für Versicherungen

Die Krankenkassen im Blick: Der Kundenbetreuer der Continentale Versicherung Ralf Czwikla informiert über die wichtigsten Dinge, die bei der Wahl der Krankenversicherung nach dem Dienstzeitende beachtet werden sollten.

Herr Czwikla, als Landesdirektion der Continentale betreiben Sie mit Ihrem Team das derzeit größte Portal im Internet, was sich ausschließlich auf die Versicherung von Soldaten fokussiert. Auch als Referent sind Sie an vielen Standorten der Bundeswehr regelmäßig gefragt. Was sind die häufigsten Problemstellungen, mit denen sich Soldaten an Sie wenden?

CZWIKLA: Die Spannbreite der Problemstellung ist zwar insgesamt sehr groß, aber einige Punkte wiederholen sich doch mit großer Beständigkeit. Ursprung ist hier immer wieder der mangelnde oder gar mangelhafte Informationsgehalt für Zeitsoldaten gerade zu Beginn ihrer Dienstzeit. Das erlebe ich im Rahmen meiner Vorträge leider recht oft und halte es für überaus gefährlich. Schließlich ist der Beruf des Soldaten häufig ein sehr gefährlicher, was dem Thema Versicherungsschutz im Gegensatz zu anderen Berufszweigen eine wesentlich höhere Bedeutung zukommen lässt. Darüber hinaus ist auch die sozialversicherungsrechtliche Ausgangslage eine sehr spezielle. Freie Heilfürsorge, Beihilfen, Versicherungsschutz im Ausland, Pflegepflichtversicherung und all diese Themen sind wirklich recht komplex. Deshalb sollten sie den jungen Soldaten schon im Rahmen der Grundausbildung zusammen mit etlichen anderen Themen vermittelt werden. Daher ist neben den fachlichen Kenntnissen eines Beraters oder Referenten hier auch didaktisch Einiges gefordert.

Sie meinen das Fehlerpotenzial ist schon gerade am Beginn der Karriere sehr hoch?

CZWIKLA: Genau das meine ich. Wenn sich ein junger Soldat auf Zeit (SaZ) am Bankschalter seiner örtlichen Volksbank beraten lässt und statt einer Pflegepflichtversicherung mit kleiner Anwartschaft eine Pflegezusatzversicherung für Kassenpatienten kauft, dann sind das Stilblüten der besonderen Art. Und leider habe ich sowas schon oft genug erlebt.

Die freie Heilfürsorge für aktive Soldaten kennt natürlich jeder SaZ. Aber wie ist das dann bei Dienstzeitende, was passiert mit dem Krankenversicherungsschutz?

CZWIKLA: Die Heilfürsorge ist etwas sehr komfortables und wertvolles für Soldaten. Sie bietet eine leistungsstarke Absicherung für alle Soldaten der Bundeswehr für die keine Beiträge gezahlt werden müssen. Während der Dienstzeit muss man sich hier als Soldat um nichts kümmern. Lediglich die in Deutschland vom Gesetzgeber vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung muss der Soldat einmalig selber organisieren.  

Mit dem Dienstzeitende ändert sich dann aber schlagartig. Nicht nur das Einkommen vermindert sich auf 75 Prozent im Rahmen der Übergangsgebührnisse, sondern auch der Anspruch auf freie Heilfürsorge endet plötzlich. Anstelle des Anspruchs auf Heilfürsorge hat der frisch ausgeschiedene Zeitsoldat nun einen Anspruch auf 70 Prozent Beihilfe des Bundes. Der 100-prozentige Krankenversicherungsschutz wird also von einem 70-prozentigen abgelöst. Die fehlenden 30 Prozent Versicherungsschutz müssen vom Soldaten eigenständig organisiert werden. Aus diesem Grund schließen die meisten Soldaten bei Dienstzeitbeginn ihre Pflegeversicherung in Verbindung mit einer kleinen Anwartschaft bei einem privaten Versicherungsunternehmen ab. Die Anwartschaft garantiert bei Dienstzeitende den Eintritt in die private Restkostenversicherung ohne eine erneute Gesundheitsprüfung - also auch wenn mögliche Krankheiten vorliegen. Diese Vorgehensweise halte im Übrigen nicht nur ich für die beste. Sondern ebenso der Dienstherr empfiehlt im Rahmen eines offiziellen Hinweises ausdrücklich, dass dieser Versicherungsschutz von allen Soldaten bereits beim Eintritt in die Bundeswehr abgeschlossen werden sollte.

Es ist nebenbei gesagt auch die günstigste Form der Absicherung - günstiger als gesetzlichen Kassen dies anbieten. Wer sich bei Beginn der Dienstzeit für den Verbleib bei einer gesetzlichen Krankenversicherung entscheidet, zahlt schon während der Dienstzeit einen höheren Beitrag für die Pflegepflichtversicherung. In der Phase des Bezugs von Übergangsgebührnissen ist der Beitrag dort dann nicht selten sogar doppelt oder dreimal so hoch wie in der privaten Versicherung. Trotzdem bleiben immer noch ca. 30 Prozent aller neuen Soldaten auf Zeit bei der gesetzlichen Kasse versichert, was ich nur auf eine mangelhafte Beratung zurückführen kann. Schließlich zahlt ja keiner freiwillig mehr Beitrag für einen schlechteren Versicherungsschutz.

Also nehmen einige SaZ das Thema zu Beginn ihrer Karriere in der Bundeswehr auf die leichte Schulter?

CZWIKLA: Ja, das würde ich so sagen. Immerhin haben sich die bei der gesetzlichen Kasse versichert gebliebenen überhaupt um das Thema gekümmert. Einige tun das nämlich gar nicht und haben keine Ahnung, dass sie damit zusätzlich eine bußgeldpflichtige Ordnungswidrigkeit begehen. Schließlich fühlen sich die meisten Soldaten mit der Heilfürsorge vollumfänglich versichert, was in der Praxis nur so nicht der Fall ist. Es fehlt die Pflegepflichtversicherung ab Beginn und die Anwartschaft auf eine private Restkostenversicherung für die Zeit nach Dienstzeitende. Bei den Unterrichtungen im Rahmen der Grundausbildung kommt es immer wieder vor, dass einige Soldaten durchs Raster rutschen und es versäumen die gesetzliche Pflicht zur Pflegeversicherung zu erfüllen.

Als Empfehlungspartner der Förderungsgesellschaft des Deutschen Bundeswehrverbandes hat die Continentale Versicherung besondere Tarife für Soldaten, die nicht nur preiswert, sondern vor allem passgenau auf die Bedürfnisse von Bundeswehrangehörigen abgestimmt sind. So sind zum Beispiel auch Wehrdienstbeschädigungen ausdrücklich mitversichert, was bei anderen Versicherern häufig nicht der Fall ist. Auch wenn es um die Versicherung von Ehepartner oder Kindern geht, gibt es viel zu beachten. Wir machen das regelmäßig und halten das nötige Wissen dazu vor.

Kommen wir nochmal zum Dienstzeitende. Sind die Krankenkassen eigentlich verpflichtet einen Soldaten nach der Entlassung wieder bei sich aufzunehmen?

CZWIKLA: Ja, das kann man schon sagen. Seit 2010 gilt in Deutschland per Gesetz eine Krankenversicherungspflicht für alle Bürger. Aus diesem Grund darf ein Antragsteller sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Krankenversicherungen grundsätzlich nicht abgelehnt werden. Es besteht immer ein Aufnahmezwang in das System, in dem man zuletzt versichert war. Das bedeutet, dass Soldaten, die während ihrer Dienstzeit gesetzlich pflegeversichert waren dort auch wieder aufgenommen werden müssen sind. Soldaten, die vorher eine private Pflegeversicherung mit Anwartschaft geführt haben, müssen demnach von der privaten Krankenversicherung  aufgenommen werden. Am besten und günstigsten in punkto Leistung und Beitrag fährt hier - ich wiederhole mich - der Soldat, der frühzeitig eine private kleine Anwartschaft eingerichtet hat.

Wie ist das bei Ende der Übergangsgebührnisse? Dann fällt der Anspruch auf 70-prozentige Beihilfe plötzlich weg, oder?

CZWIKLA: Nun, die meisten Soldaten treten ja glücklicherweise allerspätestens zum Zeitpunkt des Auslaufens der Übergangsgebührnisse wieder zurück in ein Arbeitsverhältnis. Dafür sorgen ja auch Dienstleister wie Sie. Hier tritt dann die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein. Selbst Soldaten, die nach der Bundeswehrzeit keine Beschäftigung finden, beziehen zunächst unter Umständen entweder Arbeitslosengeld (ALG) I, was ebenfalls die Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung mit sich zieht, oder Arbeitslosengeld (ALG) II. Dies ist immer dann der Fall, wenn die nötigen Vorversicherungszeiten in der Arbeitslosenversicherung nicht erfüllt wurden. Die ALG II-Bezieher bleiben dann weiter in der privaten Versicherung - dann natürlich mit einem 100-prozentigen Versicherungsschutz. Sie erhalten aber einen staatlichen Zuschuss zum Versicherungsbeitrag in Höhe von bis zu 286 Euro monatlich, zusätzlich zum ALG II. Das reicht dann gewöhnlich aus, um einen guten und vollumfänglichen privaten Krankenversicherungsschutz weiterzuführen. Das Sicherheitsnetz des Staates ist hier also durchaus recht komfortabel und weit gespannt. An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass wir nicht nur den privaten Krankenversicherungsschutz abbilden können, sondern über die hauseigene Betriebskrankenkasse (BKK) auch gesetzliche Krankenversicherungen anbieten. Der Übergang von privater zu gesetzlicher kann also hausintern abgebildet werden.

Nun noch eine Frage zur Altersversorgung. Hier hat sich durch die jüngste Reform bei der Versorgung der Soldaten auf Zeit etwas zum positiven geändert?

CZWIKLA: Das ist richtig. Der Bund hat etwas nachgelegt und zahlt bei der Nachversicherung der SaZ in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2016 etwas mehr. Hier wurden bisher bestehende Nachteile des Zeitsoldaten gegenüber zivil Beschäftigten abgebaut, was natürlich begrüßenswert ist. Man darf sich hier aber trotzdem nichts vormachen. Die gesetzliche Rentenversicherung wird keinem heute jungen Menschen später eine auskömmliche Versorgung bieten. Das prognostizierte Rentenniveau liegt mittlerweile bei deutlich unter 50 Prozent des letzten Nettogehaltes. Zusätzliche Maßnahmen jedes einzelnen sind hier nötig. Und je früher man diese startet, umso weniger tun sie monatlich weh.   

Welche Vorsorgemöglichkeiten wären Ihrer Meinung nach empfehlenswert, um sich vor einer eventuellen Armut im Alter sinnvoll zu schützen?

CZWIKLA: Wichtig ist zunächst einmal, dass man überhaupt beginnt jeden Monat etwas Geld zur Seite zu legen. Möglichkeiten dafür gibt es natürlich etliche und die meisten davon kann man auch als seriös bezeichnen. Von exotischen Anlagen bei unbekannten Anbietern rate ich aber grundsätzlich ab. Gerade wenn „enorm" hohe Renditen angepriesen werden, ist immer größte Vorsicht geboten. Ein bekannter Börsenexperte hat mal gesagt: „Wer Geld hat darf spekulieren, wer keines hat MUSS spekulieren". Da ist sicher auch etwas dran. Ich glaube es macht am Ende die richtige Mischung. Bei jungen Menschen mit einem Anlagehorizont von noch 20 Jahren oder mehr, gehören immer auch Aktienfonds mit in die Strategie. Auch Bausparen mit der Zielrichtung Immobilienerwerb kann eine sinnvolle Form des Sparens sein. Da man bei Vermögensanlagen leider immer erst hinterher weiß, welcher Weg der beste gewesen wäre, empfehle ich unbedingt eine Diversifizierung, also eine breite Mischung und Streuung der einzelnen Anlagen. Ein persönliches Gespräch beim Fachmann bringt hier gewöhnlich am ehesten Klarheit. Da spielt dann auch Vertrauen eine große Rolle.

Und was sollte man Ihrer Meinung nach bei der Wahl des Versicherungsberaters seines Vertrauens beachten?

CZWIKLA: Wie bereits erwähnt, sollte sich der Berater mit den spezifischen Erfordernissen und Bedürfnissen von Bundeswehrsoldaten auskennen. Spezialwissen ist hier unerlässlich, da die Materie, wie aufgezeigt mitunter doch sehr speziell ist. Der Deutsche Bundeswehrverband hat hier in der Vergangenheit verschiedene Anbieter selektiert, deren Produkte besonders gut auf Soldaten zugeschnitten sind. Wir gehören übrigens zu den ältesten Partnern des Verbandes. Ohne einen fairen und kompetenten Umgang würde diese Partnerschaft sicher nicht schon so lange Bestand haben.

Soldaten sind häufig mobil und auch Wohnortwechsel kommen regelmäßig vor. Da macht eine Fokussierung auf den Einsatz moderner Medien, also Internet, Email, WhatsApp, usw. beim Design des Beratungsangebotes natürlich Sinn. Das Portal www.versicherungen-bundeswehr.de bildet das ab. Aber hier arbeiten natürlich nicht nur Maschinen, ganz im Gegenteil. Wir haben ein Team von ausgewiesenen Bundeswehrexperten zusammengestellt und bieten umfangreiche Servicezeiten. Sogar am Wochenende beantworten wir Emailanfragen binnen 24 Stunden. Das macht sonst keiner.

Leider informieren sich zahlreiche Kameraden erst dann, wenn es schon zu spät ist. Was darf man in Vorbereitung auf das Ende der Dienstzeit definitiv nicht vergessen?

CZWIKLA: Man sollte sich unbedingt rechtzeitig um seine Krankenversicherung kümmern. Wobei wir immer gerne behilflich sind, auch wenn noch keine Vertragsbeziehung zur Continentale besteht. Unser Angebot gilt auch für alle Soldaten, die ihre Versicherungen derzeit bei einem anderen Unternehmen führen. Hier lassen sich nicht selten Beitragsersparnisse von 100 Euro und mehr im Monat erzielen. In einer Phase der beruflichen Neuorientierung für die Zeit nach dem Dienstzeitende ist das sicher für viele Zeitsoldaten interessant.  (sg)

Hinweis: Das DZE-Interview aus dem September 2012 mit dem Versicherungsprofi Ralf Czwikla wurde am 12. Oktober 2015 wiederholt, um die Aktualität des Interviewthemas gewährleisten zu können.

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Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Existenzgründung & Sonstiges

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28 Kommentare zum DZE-Interview: "Profi für Versicherungen"

  1. Förster Manuela |

    Guten Tag, dieser Beitrag ist sehr informativ und ich kann dem nur bestimmen, dass in der heutigen Zeit die Zeitsoldaten immer noch schlecht beraten werden. Mich interessiert als ehemaliger Soldat in der Übergangszeit ob die Ansprüche auf die freie Heilfürsorge aufrechterhalten bleiben wenn man ins Ausland (z.B. Belgien) ziehen möchte. Können Sie mir da eine Auskunft zu geben? Vielen dank. Mit freundlichen Grüßen Manuela Förster

  2. Ralf Czwikla |

    Liebe Frau Förster, gerne möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten: Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie keine aktive Soldatin mehr, sondern bereits in der Phase des Bezugs von Übergangsgebührnissen. Einen Anspruch auf Heilfürsorge haben Sie nur als aktive Soldatin. Nach Dienstzeitende wird dieser Anspruch abgelöst von einem 70%igen Beihilfeanspruch. Aus einer 100%-Krankenversicherung wird somit faktisch eine 70%ige. Dies gilt bis zum Ende des Bezugs von Übergangsgebührnissen. Der Beihilfeanpruch steht Ihnen auch bei einem Fortzug nach Belgien zu. Private Restkostenversicherungen, über die benötigten 30% Restversicherungsschutz, zahlen üblicherweise auch bei einem Fortzug ins europäische Ausland dieselbe Leistung aus, wie sie in Deutschland fällig geworden wäre. Bei der Continentale Versicherung ist dies jedenfalls so. Sollten Sie bei einer anderen privaten Krankenversicherung Mitglied sein, empfehle ich Ihnen, sich die Kostenübernahme bei Leistungsinanspruchnahme in Belgien schriftlich bestätigen zu lassen. Einfach ausgedrück: Ja, Sie sind auch in Belgien voll krankenversichert. Ich hoffe Ihre Frage hiermit beantwortet und Ihnen geholfen zu haben. Gerne können Sie mich auch anrufen unter 0511/51512151. Herzlich grüßt Ralf Czwikla

  3. Sascha K. |

    Hallo Herr Czwikla, ich habe noch bis zum 01.05.2015 Anrecht auf Übergangsgebührnisse und somit auch Anrecht auf Beilhilfe. Ich bin zur Zeit 30% Restkostenversichert bei der Continetalen. Ich beginne am 01.10.2014 einen neuen Job. Laut Bundesverwaltungsamt muss ich mich jetzt über meinen neuen Arbeitgeber der GKV anschließen. Muss ich jetzt die PKV und die GKV bis zum 01.05.2015 zahlen? Die Continentale hat meine Kündigung abgewiesen da ich noch Anrecht auf Beihilfe habe. Was genau muss ich jetzt tun? Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfe!!

  4. Ralf Czwikla |

    Sehr geehrter Herr K., der Eintritt in ein ziviles, sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis löst hier in der Tat die Verpflichtung zur Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse aus. Ihr noch bestehender Beihilfeanspruch tritt damit in den Hintergrund. Die Aussage des Bundesverwaltungsamtes ist somit richtig. Sie müssen in die GKV. Die Continentale wird die bestehende Restkostenversicherung aufheben, sobald uns ein Nachweis der Pflichtversicherung in einer gesetzlichen Kasse vorgelegt wird. Der bestehende Versicherungsschutz wird dann abseits jeglicher Kündigungsfristen beendet. Folgende Hinweise möchte ich dazu noch geben: 1. Sie können nahtlos in die Continentale BKK wechseln. Das spart Ihnen die Suche nach einer neuen Kasse 2. Sie können Teile Ihrer bisherigen privaten Versicherung in Form einer Zusatzversicherung zur GKV aufrecht erhalten. Z.B. in Form einer Zahnzusatzversicherung. Das geht dann ohne erneute Gesundheitsprüfung. Bei Fragen rufen Sie mich einfach an. 0511/51512151 Beste Grüße Ralf Czwikla

  5. Stephan |

    Hallo, danke für den umfassenden Artikel! Herr C., ich werde nächstes Jahr mit dem Beginn des Rechtsanspruchs ein Studium beginnen. Jetzt bin ich an der Überlegung dann in die GKV zu wechseln. Da ich mittlerweile schon die magische Grenze der 30 erreicht habe, wären dann ja meine Beiträge entsprechend groß, bzw. ein günstiger Studententarif nicht mehr drin. Gibt es da die Möglichkeit den Beitrag gering zu halten? In der PKV sind ja die Beiträge wesentlich geringer? Bzw. kann ich nach dem Studium dann wieder in die GKV, bzw. muss ich mich schon mit dem DZE entscheiden? MFG Stephan

  6. Paul |

    Hallo, sie sprechen hier immer von 70% Beihilfeanspruch für die Zeit des Bezugs von ÜGG! Ich dachte immer der Anspruch besteht nur au 50% Beihilfe. Zu Beginn meiner DZ 2005 habe ich wie viele andere eine Anwartschaft bei einem privaten Versicherungsunternehmen abgeschlossen. Nachdem ich eben ihre Angabe (70%) schon etwas stutzig gemacht habe, habe ich direkt meinen Versicherungsschein geprüft und festgestellt das meine Anwartschaft für einen 50%igen Beihilfeanspruch gilt. Habe ich ggf. seit 10 Jahren für einen falschen Tarif und somit sicherlich deutlich zuviel gezahlt oder haben sie hier einen Zahlendreher im Artikel?

  7. Ralf Czwikla |

    Guten Abend Paul, Ihr Beihilfeanspruch als Versorgungsempfänger (diesen Status haben Sie als Empfänger von ÜG nach DZE) liegt definitiv bei 70%, nicht bei 50%. Wenn man Ihnen eine Anwartschaft auf eine 50%ige Restkostenversicherung verkauft hat, liegt hier ein eindeutiger Beratungsfehler vor. Ich rate Ihnen, Ihren Vertrag rückwirkend korrigieren zu lassen. Da Sie Beiträge für einen unnötig hohen Versicherungsschutz gezahlt haben, und das über Jahre, würde ich auf Rückerstattung zu viel gezahlter Beiträge pochen. Bei Fragen können Sie mich gerne auch anrufen. Tel.: 0511/51512151 Freundlich grüßt Ralf Czwikla

  8. Patrick Dubiel |

    Hallo, ich hätte eine Frage wie ich mich jetzt richtig verhalten soll. Ich wurde jetzt zum 01.07.15 aus der BW entlassen wegen DU, ich bin zu 100% schwerbehindert und möchte jetzt wieder in die gesetzliche Krankenkasse IKK.Ich habe natürlich eine Anwartschaft (Central).Wie und wo muss ich mich da melden, ich bekomme ja noch 12 Monate Übergangsgebührnisse. MfG Patrick

  9. Ralf Czwikla |

    Hallo Herr Dubiel, die von Ihnen beschriebene Situation ist natürlich sehr unschön und tut mir leid. Einen Zugang in die gesetzliche Krankenversicherung haben Sie als Versorgungsempfänger (Übergangsgebührnisse) zumindest laut Gesetz erstmal nicht. Ähnlich den Beamten sind Sie laut SGB dem System der privaten Kassen zugeordnet. Da Sie während der Dienstzeit auch im privaten System waren, dürfte die Rückkehr im Moment nicht möglich sein. Ein Anspruch auf ALG I würde den Zugang ermöglich, ALGII jedoch nicht. Es wäre daher im Moment nur die Option gegeben, die Anwartschaft bei der Central zu aktivieren und sich dort restkosten zu versichern. Bei anderen Versicheren hätten Sie nur Zugang zum Basistarif, was momentan die schlechtere Wahl wäre. Nach Auslaufen der Übergangsgebührnisse wäre die Situation dann neu zu bewerten. Wichtig zu wissen ist für Sie aber, dass Sie auch wenn Sie in der PKV bleiben, später im Basistarif genauso gut versichert sind, wie in der GKV. Die Beiträge zum Basistarif würde bei gegebener sozialer Bedürftigkeit auch das Amt übernehmen, zusätzlich zum ALGII. Ich hoffe, Ihnen etwas geholfen zu haben und wünsche Ihnen gute Besserung ! Herzlich grüßt Ralf Czwikla

  10. Jendrusch |

    Hallo, ich bin Soldatin auf Zeit und mein dze ist am 30.09. Und ab 01.10. Muss ich mich selbst Kranken versichern. Ich habe bei meiner alten gkv eine anwartschaftversicherung. Wie werde ich jetzt eingestuft bzw was muss ich bei der gkv angeben? Mache eine Umschulung und erhalte 90% übergangsgebührnisse bis zum Ende meiner Ausbildung und nichts von meinem Ausbildungsbetrieb. Danke für die Hilfe LG maika

  11. Ralf Czwikla |

    Hallo Frau Jendrusch, aufgrund einer technischen Panne erreicht mich Ihre Frage leider erst heute, was ich zu entschuldigen bitte. Auch wenn Sie mittlerweile sicher anderweitig Antworten auf Ihre Fragen gefunden haben, möchte ich hier noch antworten. Vielleicht ist das auch für andere Kameraden interessant. Ab dem 1.10.2015 haben Sie einen Anspruch auf 70% Beihilfe vom Bund. Eine 70%ige Krankenversicherung kann also als gesetzt betrachtet weren. Ihnen fehlen demnach nur noch 30%, und die lassen sich über eine private Restkostenversicherung am günstigsten für Sie darstellen. Beiträge hierzu finden Sie unter folgendem Link: http://versicherungen-bundeswehr.de/dienstzeitende-kontaktformular/ Gesetzliche Krankenversicherungen bieten immer nur einen 100%igen Versicherungsschatz, oder halt gar keinen. Prozentualen Teilversicherungsschutz kennt die gesetzliche KV nicht. Die Kassen stufen ehemalige SAZ in der Regel nach der Höhe der Übergangsgebührnisse im Beitrag ein, was meistens zu Beiträgen von mehr als 300 € im Monat führt. Das ist natürlich ärgerlich, zumal es privat deutlich günstiger geht ! Um der Frage zuvorzukommen: Mit Aufnahme eines zivilen Beschäftigungsverhältnisses nach Ende Ihrer Umschulung werden Sie ohnehin wieder versicherungspflichtig und können nicht nur zurück in die gesetzliche Kasse - Sie müssen sogar. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie mich gerne direkt unter 0511/51512151 oder ralf.czwikla@continentale.de Herzlich grüßt Ralf Czwikla

  12. S. K. |

    Ich bin, seit 01.01.2008, als SaZ 8 an einem BwK tätig. Ich scheide zum 01.01.2016 aus der Bundeswehr aus. Seit 01.09.2014 (bis Juli 2016) mache ich eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen, bei der Diakonie, bei der ich keinen Gehalt bekomme. Ab Oktober 2016 habe ich dann vor noch meinen Fachwirt im Gesundheitswesen in einer Vollzeitschule zu machen. Zu beginn meiner Dienstzeit wurde ich leider nicht ausreichend beraten (z. B. war mir nicht bekannt, dass ich mich beim meiner GKV hätte freiwillig versichern sollen (Pflegeversicherung habe ich bei einer GKV)). Jetzt habe ich ein paar Fragen. Wo muss ich mich krankenversichern? Privat mit Beihilfe? Bei einer GKV? Wenn ich mit den Maßnahmen fertig bin und mich während der Zeit privat versichert habe, kann ich danach in die GKV zurück? Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.

  13. Ralf Czwikla |

    Guten Tag Frau S.K., gerne möchte ich Ihre Fragen wie folgt beantworten: Ab dem 1.1.16 haben Sie keinen Anspruch mehr auf Unentgeltliche Truppenärztliche Versorgung (Heilfürsorge). Anstattdessen haben Sie einen Anspruch auf 70% Beihilfe des Bundes. Der Bund stellt Ihnen also eine 70%-Krankenversicherung. Die fehlenden 30 % müssen Sie selber organisieren. Hierzu bieten sich Ihnen nun theoretisch zwei Möglichkeiten. 1. Sie versichern sich bei der gesetztlichen Kasse, bei der Sie derzeit auch Ihre Pflegepflichtversicherung führen. Hier zahlen Sie einen Beitrag in Abhängigkeit zu Ihrem Einkommen. Das sind ca. 300 € oder auch mehr im Monat. 2. Sie richten eine private Restkostenversicherung über die benötigten 30% ein. Bei der Continentale erhalten Sie hier sogar noch besonders rabattierte Konditionen für Schüler und Studenten. Ihr Beitrag hier ist abhängig von Ihrem Alter und liegt bei 60 bis 80 € im Monat. Voraussetzung ist hier allerdings, dass Sie frei von nennenswerten Vorerkrankungen sind. Die spätere Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist kein Problem. Mit der aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung werden Sie sogar versicherungspflichtig in der GKV. Sie können also nicht nur zurück in die gesetzliche Kasse, Sie müssen sogar ! Am besten Sie senden mir Ihre Daten über das Kontaktformular unserer Internetseite. Dann kann ich Ihnen ein persönliches Angebot erstellen und per Email senden. http://versicherungen-bundeswehr.de/dienstzeitende-kontaktformular/ Bei Fragen können Sie mich auch gerne direkt anrufen. 0511/51512151 Herzlich grüßt Sie Ralf Czwikla

  14. Alexander Völker |

    Hallo Herr Czwikla, habe Ihre Berichte mit großem Interesse gelesen. Ich habe in der Zeit vom 1.4.15 bis 31.10.15 Übergangsgebühren bezogen. Hatte auch eine Anwartschaft abgeschlossen. Bin ab 01.11.15 in ein Arbeitsverhältnis. Durch Meldung meines Arbeitgebers fordert die KK nun Säumniszeiten, die sie aber in voller Höhe fordert und nicht nur die 30 Prozent. Ist dass korrekt?? Ich hatte in der Zeit ein Praktikum gemacht. Sie berechnen 14,8 % Kk und 2,35%Pflegevers. + 0,25% für Kinderlose. Welcher Betrag kann zur Errechnung genommen werden Übergangsgebührnisse oder die steuerpflichtigen Übergangsgeb?? Fürs Praktikum bekam ich 305 Euro was im Rahmen des Zuverdienstes erlaubr war. Was kann meine Kasse fordern.....und kann ich nach dem ganzen hin und her auch ggf. wechseln?

  15. Rallf Czwikla |

    Hallo Herr Völker, wenn ich Ihre Beschreibung richtig deute, hatten Sie während der Dienstzeit Ihre Anwartschaft bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Eine private Anwartschaft hatten Sie nicht, richtig ? Somit bestand bei Dienstzeitende, also ab dem 1.4.15, dann auch Krankenversicherungsschutz bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenversicherung darf hier dann einen Beitrag erheben, der sich in der Höhe nach Ihren Übergangsgebührnissen plus die Praktikumsvergütung richtet. Hierauf werden dann die von Ihnen genannten Beitragssätze angewendet. Ich gehe davon aus, dass Sie sich nicht bei DZE an Ihre Krankenkasse gewendet haben, sondern erst, als Sie in Ihr neues Arbeitsverhältnis eingestiegen sind. Da die Krankenversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung ist, und daher Lücken im Versicherungsverlauf aufgefüllt werden müssen, darf die Kasse nun die Beiträge rückwirkend einfordern. Das scheint mir alles korrekt zu sein. Für die anderen Mitleser hier fasse ich noch einmal zusammen: 1. Während des Bezugs von Übergangsgebührnissen müssen Sie sich um Ihre Krankenversicherung kümmern. Am besten vor DZE ! 2. Wer eine kleine Anwartschaft privat versichert hatte, zahlt einen Beitrag in Abhängikeit von Alter. Studenten und Fachschüler erhalten bis zum 38. Lebensjahr bei der Continentale eine besondere Rabattierung um ca. 50%. 3. Wer während der Dienstzeit seine Pflegepflichtversicherung bein einer gesetzlichen Kasse geführt hat, zahlt bei der gesetzlichen Kasse einen Beitrag in Abhängigkeit von seinem Einkommen. Das sind dann die Übergangsgebührnisse plus ggf. Nebeneinkommen. Die Beiträge sind hier deutlich höher als bei der privaten Versicherung. 4. Bei Eintritt in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gilt dann wieder das allgemein Übliche: Man zahlt dort einen Beitrag in Abhängigkeit vom Einkommen. Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten mit ca. 50%. Wer zuvor privat versichert war, kann Teile des Schutzes in Form einer privaten Zusatzkrankenversicherung aufrecht erhalten, z.B. in Form einer Zahnzusatzversicherung. Fragen zum Thema richten Sie gerne auch an: ralf.czwikla@continentale.de 0511/515121-51 Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage hiermit beantworten ? Herzlich grüßt Ralf Czwikla

  16. Völker |

    Danke für die ausführlichen Informationen. Ich hatte eine private Anwartschaft gezahlt und mich gleich zu Beginn meiner Übergangsgebührnisse an meine frühere KK gewendet, auch mit dem Vermerk, dass ich wieder in ein Arbeitsverhältnis übergehe. Alles kein Problem sagte man mir, jedoch wurde ich nicht darüber informiert, dass meine KK keine Restkostenversicherung anbietet, das sagte man erst auf meine Nachfrage über die hohen Kosten und die Abrechnung kam erst als ich wieder im Arbeitsverhältnis stand. Ich fühle mich etwas !!!!! Alken anderen Lesen wünsche ich, dass sie es besser machen......

  17. Sandra |

    Hallo. Ich habe mal eine Frage. Ich beziehe seit Oktober 15 Übergangsgebürnisse und seit 23.11 bin ich gesetzlich versichert da ich einen neuen Job bekommen habe. Meine Tochter ist es jetzt ebenfalls da sie vorher auch zu30%privat versichert war. Jetzt höre ich zum 31.3 wieder dort auf. Was ist wenn ich bis dahin keinen neuen Arbeitgeber habe? Muss ich mich wieder privat versichern? Ich hoffe natürlich das uch schnell was neues finde allerdings ist es wichtig für mich zu wissen was ich tun muss weil meine Tochter ja mit drin hängt. Vielen Dank schon mal für die Antwort. Übrigs bin ich von der Conti Indie BKK gegangen.

  18. Ralf Czwikla |

    Hallo Sandra, auch wenn Sie zum 1.4. keine direkte Anschlussbeschäftigung finden, können Sie und Ihr Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert bleiben. Das wäre dann allerdings beitragspflichtig. Bemessungsgrundlage für den Beitrag wären Ihre Übergangsgebührnisse, was dann zu einer monatlichen Belastung von ca. 270 € führen dürfte. Wenn Sie nach wie vor Übergangsgebührnisse beziehen, könnte allerdings alternativ auch wieder eine private Restkostenversicherung eingerichtet werden. Sie haben hier also durchaus die Wahl. Ich hoffe natürlich, dass Sie zum 1.4.16 einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben. Dann können Sie alles so laufen lassen wie es ist. Bei Fragen können Sie mich gerne auch anrufen ( 0511/51512151 ) oder mir eine Email schreiben: ralf.czwikla@continentale.de Herzlich grüßt Ralf Czwikla

  19. Devid |

    Hallo..ich bin seid 09/14 im BFD und mache eine neue Ausbildung die im Sommer 2017 endet. 04.16 beziehe ich ÜGG... wenn ich richtig informiert bin unterliegen die ÜGG nicht der sozialversicherungspflicht... und es werden ledeglich die LSt, sowie der Soli abgezogen... stimmt das ? D.h. alle solzialabgaben (KV,ALV,RV, usw.) werden mit der ausbildungsvergütung verrechnet. Da ich ja in Ausbildung bin und automatisch in die GKV gehe benötige ich dann noch die Private Pflegeversicherung incl Anwartschaft oder kann ich diese dann zu 04.16 kündigen, die Beihilfe kommt ja deshalb nicht für mich in Frage oder?! Vielen Dank schonmal für die Antwort

  20. winfried Barthel |

    Hallo, Herr Czwikla, ich war von 1957 bis 1972 SaZ und bis 2001Angestellter im öffentlichen Dienst. Nun habe ich von einem Kollegen, der nicht gedient hat und auch die Gruppierung BAT IVa hatte, erfahren, dass dieser annähernd 500€ Rente im Monat mehr hat. Gibt es eine Möglichkeit um Verbesserung? Habe auch gehört, dass ab 2016 der Bund einen Zuschuss zahlt, auch für Ehemalige?

  21. Benjamin |

    Guten Tag, welche Optionen hat man denn, wenn man keine Anwartschaft abgeschlossen hat, aber eine Pflegeplfichtversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse, in meinem Fall GEK? Habe ich die Möglichkeit einfach in die gesetzliche Krankenkasse zurückzugehen mit 30% Beteiligung der Beträge?

  22. Robert |

    Hallo Ich bin ab Heute kein Soldat mehr. Ich war SaZ8 und habe folgendes Problem mit meiner Versicherung bzw. Wollte fragen was sich besser für mich lohnt. 70zu30% privat versichern lassen ? Oder in die gesetzliche AOK zu wechseln ? Bei der AOK ist das so das ich mich dort versichern darf laut Paragraf 10 SGB (bin unter 30 und mach eine Umschulung ) Danke für die Antwort

  23. DZE-Team |

    @Robert: Sofern Dir die AOK einen speziellen Ausbildungstarif etc. anbieten kann, macht es durchaus Sinn sich mal ein Angebot einzuholen und dann mit den privaten Anbietern zu vergleichen. Bestimmte PKV haben gesonderte Angebote, die genau die 30%-Lücke der Heilfürsorge nach Dienstzeitende abdecken und daher relativ günstig sind. Normalerweise versichert die GKV nur zu 100% ab und bei ehemaligen Soldaten auf Zeit ohne sozialversicherungspflichtigen Job, ist das relativ teuer. Denn der Beitragssatz beträgt dann rund 14,5 % der Übergangsgebührnisse, da auch der Arbeitgeberanteil selbst bezahlt werden muss. Daher ist in diesen Fällen die PKV i.d.R. deutlich günstiger. Viele Grüße, Stefan vom DZE-Team

  24. Henry |

    Schönes Interview aber ich habe ebenfalls ein oder zwei Fragen. Ich war 12 Monate FWdler und die letzten drei Jahre und einen Monat SaZ. Ich habe eine kleine Anwartschaft mit 22 Jahren abgeschlossen und bin nun nach DZE 24 Jahre alt. Ich werde nun weiter studieren und weiß nicht ob ich nun wieder in die Familienversicherung meiner Eltern komme oder nicht. Ich bekomme 12 Monate Übergangsgebührnisse und am Telefon meinte man von der TKL zu mir ich dürfte nur 450 Euro verdienen sonst fliege ich wahrscheinlich aus der Familienversicherung und zahle ca. 90 Euro Studentenbeitrag. Sind die Übergangsgebührnisse als tatsächlichen Gehalt anzusehen oder gibt es dort eine Sonderregelung? Und was mache ich nach den 12 Monaten? Dann bin ich immer noch Student aber darf nicht mehr in die Familienversicherung, weil ich zu alt bin? (Werde in 5 Monaten 25 Jahre alt). Vielen Dank für ihre Hilfe!

  25. Sascha |

    Problematisch wird es für Berufssoldaten die kündigen und vorher schon mal gearbeitet haben. Kündigt man als Berufssoldat, aus welchen Gründen auch immer, bekommt man keine Übergangsgebürnisse. Bekommt man dann ein Jahresgehalt von mehr als 59.400 €uro, besteht keine Pflicht für die gesetzliche Versicherung. Dann kann man sich freiwiilig gesetzlich oder privat versichern. War man vor der Bundeswehrzeit allerdings berufstätig und damit auch gesetzlich versichert, darf man nicht mehr in die gesetzliche Versicherung, auch nicht freiwillig. Ist man single ist das erstmal nicht problematisch. Ist man aber verheiratet, der Ehepartner zuständig für den Haushalt und hat man Kinder, kann es richtig teuer werden. Beispiel: Jahresgehalt 60.000 €uro, verheiratet, 3 Kinder Bei Steuerklasse 3 bekommt man ungefähr 3000 € netto. Grob überschlagen kostet die Versicherung für das Ehepaar ca 500 €uro pro Person. Für jedes Kind kann man grob nochmal 200 €uro rechnen. Somit kostet die Krankenversicherung ca 1600 €uro im Monat. Als Soldat hat man da leider keine große Wahl. Das Problem ist, dass der §9 SGB 5 Soldaten vergisst. Nach Ausscheiden aus der gesetzlichen Versicherung hat man nämlich "nur" 3 Monate Zeit um die freiwiilige Versicherung zu beantragen. Das kann ein Soldat aber nicht, da er in der freien Heilfürsorge nicht.

  26. Sascha |

    Ein Nachtrag noch. Hat man vor der Bundeswehrzeit gearbeitet und war schon mal versichert und verdient man nach der Bundeswehrzeit über der Versicherungspflichtgrenze, besteht dennoch die Möglichkeit in die gesetzliche Versicherung zu kommen. Man kann sich an die Versicherung wenden, bei der man versichert war und die kann die Person in eine sogenannte Pflichtversicherung aufnehmen. Diese ist ähnlich der freiwilligen gesetzlichen Versicherung. Das geht aber nur, wenn man KEINE Anwartwartschaft abgeschlossen hat. Das bedeutet, möchte man sich nach der Bundeswehrzeit nicht bei einer privaten Krankenversicherung versichern, sollte man KEINE Anwartschaft abschließen!

  27. Eugen |

    Wie schaut es den aus, wenn meine Frau kurz vor meinen DZE ein Kind bekommt. Kann ich auch dann elternzeit/Vaterschaftszeit beantragen von einem Jahr? Da ich mich danach im Vollzeit BFD nach dem alten recht befinden würde, könnte ich ja im Vollzeit BFD/Übergangsphase Elternzeit nehmen, jetzt die Frage der Fragen; Wenn ich Elternzeit nehmen würde im Vollzeit BFD, wird sich der Vollzeit BFD nach hinten verschoben??? mfg

  28. Ronny |

    Hallo ich bin jetzt 35 werde nächstes Jahr ab Februar saz mit dem Ziel 25 Jahre wäre dann 61 Jahre also über die magische 55 Grenze laut meiner Recherchen komme ich dann nicht mehr in die gesetzlichen Krankenversicherung können sie mir bitte ein rst geben wie ich mich auf dieses Problem versichern muss?

 
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