Optimal ins Studium starten

Die Erfolgsaussichten fürs Studium verbessern: Gleich drei Zeitsoldaten sowie der Geschäftsführer von ELYGO, Swen Schneidereit, berichten über den Vorbereitungskurs fürs Studium und den Nutzen einer guten Studienplanung.


Die ELYGO - Business Akademie engagiert sich im Bereich der beruflichen Weiterbildung. Herr Schneidereit, stellen Sie uns Ihr Unternehmen doch bitte kurz vor.

SCHNEIDEREIT: Die ELYGO - Business Akademie wurde im Mai 2009 in Berlin mit mir als geschäftsführendem Gesellschafter gegründet. Unser Unternehmen widmet sich seit Anfang an der Personalentwicklung und insbesondere der beruflichen Orientierung, Qualifizierung und Weiterbildung. Dabei liegt uns die Qualität unserer Angebote besonders am Herzen. So ist es das erklärte Ziel des Unternehmens, dass der Erfolg unserer Teilnehmer im Vordergrund steht. Hier kommen uns natürlich unsere weitreichenden Erfahrungen aus diversen Maßnahmen und Projekten zugute, die in vollem Umfang in die Erstellung neuer Konzepte und Ideen fließen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit zahlreichen Bildungsträgern zusammen, die unter anderem auch für den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) tätig sind. Dort unterstützen wir vor Ort bei der Organisation, Betreuung und Durchführung der Maßnahmen. Um unseren Teilnehmern einen umfassenden Service bieten zu können sind wir ebenfalls mit der Bundeswehrfachschule Berlin, dem BFD sowie zahlreichen Hochschulen, Universitäten und Organisationen vernetzt.

Inwiefern werden eine gute Ausbildung und insbesondere ein Studienabschluss in Zukunft immer wichtiger?

DIETZ: Durch die Reform der Studiengänge und die Öffnung der Grenzen innerhalb der Europäischen Union strömen immer mehr gut qualifizierte Arbeitskräfte auf den deutschen Arbeitsmarkt. Um hier nicht irgendwann hinten runter zu fallen ist ein akademischer Abschluss auf alle Fälle hilfreich. Denn nur wer über entsprechend hochwertige Abschlüsse und Qualifizierungen verfügt, hat im Wettbewerb um die besten Jobangebote die Nase vorn.

Aber ist ein Studium zur Weiterqualifizierung in jedem Fall sinnvoll?

DIETZ: Wahrscheinlich gibt es auch andere Möglichkeiten. Allerdings glaube ich, dass kein Weg an einem Studium vorbeiführt, wenn man den Lebensstandard und die „Führungsverantwortung" auf demselben Niveau wie in der Bundeswehr halten möchte. Denn wer sich heute mal auf dem Arbeitsmarkt umschaut und eine Stelle im mittleren Management anstrebt, stellt rasch fest, dass man dort mindestens einen Bachelor vorweisen sollte. Deshalb habe ich mich persönlich für ein duales Studium entschieden. Das hat zudem den großen Vorteil, dass ich die fehlende Praxiserfahrung durch die im Studium integrierten Praktika kompensieren kann.

SCHRÖDER: Dem kann ich nur beipflichten. Auch ich sehe ein Studium als wichtige Investition in die eigene Zukunft. Gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft ist Bildung der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Das gilt umso mehr, wenn man einen Arbeitsplatz in einem renommierten Unternehmen der Wirtschaft anstrebt. Hier ist das Studium ein geeignetes Mittel, um sich bestmöglich für eine attraktive Stelle zu positionieren.

Um die Erfolgsaussichten angehender Studenten zu verbessern bieten Sie einen Kurs zur Studienvorbereitung an. Können Sie auf diesen etwas näher eingehen?

SCHNEIDEREIT: Viele Hochschulen und Universitäten folgen dem Trend einer immer kürzeren Studiendauer. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen, da es von den Studierenden deutlich mehr Selbstdisziplin und die Fähigkeit zum selbstständigen Wissenserwerb erfordert. Um nicht gleich von Beginn des Studiums an einen Leistungs- und Wissensrückstand zu haben, ist eine gute Vorbereitung auf das Studium ein Garant für einen stressfreien Einstieg und einen reibungsloseren späteren Verlauf. So müssen den Studenten in nahezu allen Studiengängen die Grundlagen der Hochschulreife in den Bereichen Mathematik und Deutsch oder den Naturwissenschaften präsent sein. Darüber hinaus gehört das wissenschaftliche Arbeiten zum Handwerkszeug für einen erfolgreichen akademischen Abschluss. Und eben genau darauf sowie auf die gestiegenen Anforderungen an das Studium sollen unsere Teilnehmer vorbereitet werden. Die Auffrischung der Abiturkenntnisse steht neben der Vorbereitung auf das selbstverantwortliche und wissenschaftliche Lernen bei uns im Vordergrund.

Sie haben zur Einstimmung auf Ihr Studium den Vorbereitungskurs absolviert. Warum haben Sie sich damals dafür entschieden?

SCHRÖDER: Da ich nach der Bundeswehrfachschule ein Studium angestrebt habe, wollte ich mich natürlich bestmöglich darauf vorbereiten. Es war meine Absicht mich einhundert prozentig auf die neuen Herausforderungen einzulassen, die so ein Studium mit sich bringt. Im Verlauf des Vorbereitungskurses habe ich viele neue Einsichten in Bezug auf meinen Studiengang gewonnen und konnte nochmal alle Aspekte in Ruhe überdenken.

DIETZ: Ich habe mich für den Kurs entschieden, weil ich zum einen noch nicht so ganz genau wusste in welche Richtung es mit dem Studium gehen sollte. Zum anderen wollte ich persönlich einfach mal wissen wo meine Defizite gerade im Bereich Mathematik oder Englisch liegen. Darüber hinaus war es eine gute Gelegenheit vorhandene Wissenslücken zu schließen.

SCHMALZ: Damals habe ich den Vorbereitungskurs für das Studium bei ELYGO gezielt ausgewählt, weil ich dort bereits eine andere BFD-Maßnahme absolviert habe und genau wusste, dass mich dort hoch qualifiziertes Personal optimal auf mein Studium vorbereitet. Ganz davon abgesehen haben mich sowohl die Struktur als auch die Inhaltsfülle des Kurses überzeugt.

Und wie kann man sich den Ablauf des Kurses in der Praxis vorstellen?

SCHMALZ: Der Kurs erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Monaten, wobei die Wochen in jeweils vier Anwesenheitstage und einen Studientag aufgeteilt sind. An den Präsenstagen erfolgt der Unterricht in Blockform und es können bis zu drei unterschiedliche Fächer vermittelt werden. Für den wöchentlichen Studientag werden „Hausaufgaben" mitgegeben, die einem die Möglichkeit geben, den vermittelten Lehrstoff weiter zu vertiefen. Außerdem stehen die Lehrkräfte jederzeit zur Verfügung und vermitteln stets den Eindruck auch persönlich an einem optimalen Start in das Studium der Lehrgangsteilnehmer interessiert zu sein. Der Kurs ist zudem in je eine naturwissenschaftlich orientierte sowie eine wirtschaftswissenschaftliche Gruppe geteilt. Dadurch wird eine optimale Vorbereitung auf das jeweilige Studium gewährleistet. Am Ende entscheidet aber jeder selbst wie viel er lernen will. Insgesamt gesehen ist der Studienvorbereitungskurs bei ELYGO sowohl zeitlich als auch inhaltlich anspruchsvoll. Aber das ist auch gut so, denn im Studium wird einem auch nichts geschenkt.

Im Zeitalter unrechtmäßiger Doktortitel rückt das wissenschaftliche Arbeiten wieder stärker in den Fokus. Ist dies im Verlauf der Ausbildung auch ein Thema?

SCHNEIDEREIT: Nicht nur der eine oder andere deutsche Politiker musste bitter erfahren, dass richtiges Zitieren gelernt sein will, wenn man spätere Probleme vermeiden möchte. Daher legen wir bei unserer Vorbereitung ein großes Augenmerk auf das akademische Arbeiten, strukturiertes Lernen sowie eine effektive Selbstorganisation. Auch bei der Auswahl der richtigen Universität versuchen wir unseren Teilnehmern zu helfen, damit sie am Ende nicht im Regen stehen.

SCHMALZ: Das wissenschaftliche Arbeiten ist im Vorbereitungskurs ein eigenes Fach. Man bekommt dort das Arbeiten unter wissenschaftlichen Ansätzen anschaulich vermittelt. Darüber hinaus kann man sein Können durch viele praktische Übungen und Hausaufgaben oder Ausarbeitungen verbessern. Dabei wird natürlich auch, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der letzten Vorkommnisse, auf die Plagiatsproblematik eingegangen. Da ich das strukturierte wissenschaftliche Arbeiten aber bereits in der Offizierausbildung gelernt habe, ist mir dies nicht sonderlich schwer gefallen.

Wie sieht es nach Ihrer eigenen Erfahrung mit der Förderung der Studienvorbereitung durch den Berufsförderungsdienst (BFD) aus?

SCHMALZ: Also ich hatte mit meinem BFD keinerlei Probleme. Die Inanspruchnahme des Angebots von ELYGO wurde von meinem zuständigen BFD-Mitarbeiter sehr begrüßt und ohne zu Zögern gefördert. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass eine gewisse Eigeninitiative nicht schaden kann.

SCHNEIDEREIT: Unsere Zusammenarbeit mit dem BFD funktioniert ausgesprochen gut und unkompliziert. Es gab bisher noch nie Probleme bei der Beantragung und Förderung unserer Angebote. Der Vorbereitungskurs Studium ist mittlerweile eine etablierte sowie geschätzte Maßnahme, wie uns das positive Feedback der BFD-Berater und der Teilnehmer zeigt.

Geben Sie zum Abschluss einen persönlichen Tipp, was man beim Thema „Studium nach der Bundeswehr" noch alles beherzigen sollte.

SCHNEIDEREIT: Die rechtzeitige Orientierung sowie eine vernünftige Planung und Vorbereitung sind der Grundstein für eine berufliche Karriere auch nach der Bundeswehr. Die meisten unserer Dozenten waren selbst Soldaten und haben erfolgreich den Übergang ins Zivilleben geschafft. Diese Erfahrungen geben wir gerne weiter und beraten individuell in allen Fragen, oft auch über das eigentliche berufliche Umfeld hinaus.

SCHMALZ: Ich habe ebenfalls festgestellt, dass man mit der Vorbereitung auf das Studium so früh wie möglich beginnen sollte. Denn oft deckt man erst in deren Verlauf die eigenen Schwachstellen auf. Oder man bemerkt plötzlich, dass man sich manche Dinge ganz anders vorgestellt hat. Sollte das der Fall sein, dann muss man sich schnellstmöglich Gedanken über eine Alternative machen. Das funktioniert aber nur solange man noch genug Vorlaufzeit hat.  (sg)

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Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Bildungspartner für Zeitsoldaten

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