Mit Tradition zum Erfolg

Oberfeldwebel Kai Friedemann und Alexander von Lützow, der Geschäftsführervertreter von TEUTLOFF® Technische Akademie, berichten über den Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt (IHK).

Die TEUTLOFF® Technische Akademie ist mit ihrer über 100-jährigen Tradition die älteste gewerblich-technische Technikerschule Deutschlands in freier Trägerschaft. Was waren Ihre ganz persönlichen Gründe sich hier für die Ausbildung zum "Geprüften Technischen Betriebswirt (IHK)" zu entscheiden?

FRIEDEMANN: Ich bin durch einen Kameraden auf diesen Bildungsträger aufmerksam gemacht worden. Aufgrund der guten Referenzen und dem sehr positiven Feedback eines Absolventen der Schule habe ich mich für die TEUTLOFF® Technische Akademie entschieden.

Welche Zulassungsvoraussetzungen sind dabei im Vorfeld zu erfüllen?

FRIEDEMANN: Um die Ausbildung absolvieren zu können, muss man die Qualifikation als staatlich geprüfter Techniker oder als Industriemeister vorweisen können.

VON LÜTZOW: Auch technische Fachwirte sowie Ingenieure mit wenigstens zweijähriger Berufspraxis können sich zum "Technischen Betriebswirt (IHK)" fortbilden.

Herr Friedemann, was erwarten Sie eigentlich im Zuge Ihrer Ausbildung von einem modernen Bildungsträger wie der TEUTLOFF® Technischen Akademie?

FRIEDEMANN: Dass sie mich auf die späteren Aufgaben, die mich als technischer Betriebswirt erwarten, vorbereitet und mir ein fundiertes Fachwissen vermittelt. Zudem sollte mir während der Ausbildung stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden werden.

Können Sie uns die Ausbildung zum "Geprüften Technischen Betriebswirt (IHK)" einmal bitte kurz vorstellen?

VON LÜTZOW: Geprüfte technische Betriebswirte sind befähigt betriebliche Führungsaufgaben an den Schnittstellen zwischen technischen und kaufmännischen Unternehmensfunktionen wahrzunehmen. Ihre Ausbildung dauert rund 4 Monate in Vollzeitform. Der Lehrgang selbst gliedert sich dabei in drei Teile. In Teil A werden Aspekte der allgemeinen Volks- und Betriebswirtschaftslehre behandelt. Hinzu kommen die Fächer Rechnungswesen, Investition und Finanzierung sowie Material-, Produktions- und Absatzwirtschaft. In Teil B werden die Fachgebiete Organisation- und Unternehmensführung, Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Personalmanagement bearbeitet. In Teil C erfolgt später der fachübergreifende technikbezogene Prüfungsteil in Form einer in Eigenarbeit zu erstellenden Projektarbeit. Grundsätzlich bietet TEUTLOFF® die Lehrgänge jeweils im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres an.

Bei TEUTLOFF® absolvieren auch noch zahlreiche andere Zeitsoldaten verschiedenste Fortbildungsmaßnahmen. Hilft dies schnell Zugang zu anderen Lehrgangsteilnehmern zu finden?

FRIEDEMANN: Durch die Dienstzeit kommt man natürlich sehr schnell mit allen möglichen Leuten ins Gespräch und nicht nur mit Soldaten. Allerdings waren im Lehrgangsumfeld schon recht viele bei der Bundeswehr oder sind zurzeit noch aktiv dabei. Unter den anderen Teilnehmern hat natürlich auch jeder schon mit der Bundeswehr seine eigenen Erfahrungen gemacht, so dass sich da immer ein Thema zum diskutieren findet. Natürlich geht es dabei nicht immer nur um militärische Inhalte.

VON LÜTZOW: Durch unseren vergleichsweise hohen Anteil an Vollzeitmaßnahmen ist TEUTLOFF® für Soldaten ein sehr interessanter Bildungsanbieter. Denn die Soldaten wollen sich ja nach ihrer Dienstzeit bei der Bundeswehr möglichst schnell und mit Hilfe der ihnen zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten in das zivile Erwerbsleben integrieren.

Der technische Betriebswirt fungiert als Schnittstelle zwischen technischen und kaufmännischen Funktionen in einem Unternehmen. Was macht diese Qualifikation besonders attraktiv?

VON LÜTZOW: Der besondere Charme der Ausbildung zum technischen Betriebswirt liegt in seinen breit gefächerten Einsatzmöglichkeiten als generalistische Führungskraft in sowohl technischen als auch kaufmännischen Aufgabenbereichen. Durch den ganzheitlichen Betrachtungsansatz von sowohl technischen als auch kaufmännischen Gesichtspunkten sind die von technischen Betriebswirten getroffenen Entscheidungen häufig von höherer unternehmerischer Problemlösequalität als isolierte technische oder kaufmännische Betrachtungsansätze. Das macht sie für viele Unternehmen zu „wertvolleren" Entscheidern als reine Techniker oder Kaufleute. Durch das oben angesprochene breite Einsatzspektrum ist das Tätigkeitsfeld tendenziell abwechslungsreich und interessant.

FRIEDEMANN: Die Kombination von körperlichem sowie auch geistigem Einsatz finde ich für mich sehr attraktiv. Auch ist das Führen und das Zusammenarbeiten mit Menschen aus den verschiedensten Bereichen ist eine persönliche Herausforderung für mich.

Als Soldat auf Zeit waren Sie zuletzt im Bereich Wartung und Instandsetzung von Luftfahrzeugen eingesetzt. Herr Friedemann, gehen Sie davon aus auf Ihre bisherigen Fähigkeiten auch bei der Ausbildung zurückgreifen zu können?

FRIEDEMANN: Nein, wohl eher nicht. Denn da die Bundeswehr nicht wirklich wie ein Wirtschaftsunternehmen arbeitet, sehe ich bei meiner jetzigen Weiterbildung zum technischen Betriebswirt eher Nachteile. Mir fehlen nämlich die wirtschaftlichen Aspekte und die Einblicke in den betrieblichen Ablauf größerer Unternehmen. Allerdings erhoffe ich mir, dass mir für meinen weiteren Werdegang im luftfahrzeugtechnischen Bereich die Kenntnisse die ich mir bei der Bundeswehr angeeignet habe weiterhelfen werden.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Berufsförderungsdienst (BFD) bislang gemacht?

FRIEDEMANN: Dadurch dass ich konkrete Vorstellungen über meinen weiteren Werdegang hatte, konnte ich mit dem BFD meine zukünftigen Schritte genau planen. Meine BFD-Beraterin hatte auch hilfreiche Ratschläge zur Vorbereitung auf meine schulischen Weiterbildungen. Deshalb bin ich persönlich mit meiner BFD-Beratung und der Umsetzung meiner Vorstellungen sehr zufrieden.

VON LÜTZOW: Mit dem BFD verbindet uns eine sehr enge und über Jahrzehnte gewachsene positive partnerschaftliche Geschäftsverbindung. Wir stehen im regelmäßigen Dialog hinsichtlich veränderter Anforderungen aus der Wirtschaft, denen wir mit unserem sich permanent verändernden Bildungsangebot Rechnung tragen. Der BFD schätzt unsere große Nähe zu mittelständischen und konzerngebundenen Unternehmen der Wirtschaft. Denn der Erfolg der Bildung wird von den Soldaten aber auch vom BFD zunächst über eine erfolgreiche Integration in das zivile Erwerbsleben definiert. Von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Integration in den zivilen Arbeitsmarkt ist dabei die strategische Partnerschaft mit der Autovision, einer 100-prozentigen Volkswagen Tochtergesellschaft, die Personaldienstleistungen für den Volkswagen-Konzern aber auch für andere Unternehmen bundesweit in Deutschland und weiteren Staaten Europas erbringt.

Was planen Sie beruflich nach ihrem erfolgreichen Abschluss als "Geprüfter Technischer Betriebswirt (IHK)"?

FRIEDEMANN: Ich plane ab August 2011 auf die Technikerschule für Luftfahrzeugtechnik nach Hamburg zu gehen, um dort meine Kenntnisse über Luftfahrzeuge zu erweitern und zu vertiefen.

Haben Sie noch ein paar Tipps für Zeitsoldaten, die ihnen den zivilen Wiedereinstieg erleichtern könnten?

FRIEDEMANN: Ich würde ihnen raten sich klarzumachen, wohin sie sich beruflich orientieren wollen und dann einen Plan zur Erreichung ihrer Karriereziele zu erarbeiten. Im Anschluss daran sind die entsprechenden Weiterbildungen zur Zielerreichung zu absolvieren, um auch die Fördergelder der Bundeswehr optimal auszuschöpfen.

VON LÜTZOW: Ergänzend zu dem von Herrn Friedmann geäußerten Vorgehen würde ich unseren Teilnehmern empfehlen, sich auf der TEUTLOFF Homepage über die Jobperspektiven der Autovision zu informieren, um die Chance auf eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme zu erhöhen.  (sg)

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Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Bildungspartner für Zeitsoldaten

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