Mit Erfolg virtuell studieren

Hauptfeldwebel d.R. Oliver Braun und Prof. Dr. Andreas Blindow, der Geschäftsführer der DIPLOMA Hochschule, informieren über die Vorteile eines virtuellen Studiums an der DIPLOMA.

Als staatlich anerkannte Hochschule bietet die DIPLOMA ein umfangreiches Spektrum an Bachelor- und Masterstudiengängen an. Herr Prof. Dr. Blindow, was macht Ihr Studienangebot so einzigartig?

BLINDOW: Unsere Hochschule zeichnet sich sowohl durch die hohe inhaltliche Qualität der Ausbildung als auch durch die große Praxisnähe unserer Studiengänge aus. Das erreichen wir unter anderem durch unsere Schwerpunktmodule und die umfangreichen Praktikumsphasen, die alle Studenten absolvieren müssen. Da viele Absolventen von kaufmännischen, technischen, medizinalfachberuflichen oder gestalterischen Ausbildungen oftmals schon über entsprechende Vorkenntnisse und Erfahrungen verfügen, haben sie an unserer Hochschule die Möglichkeit, Anteile ihrer bisherigen Ausbildung anerkennen zu lassen und dadurch das Studium erheblich zu verkürzen. Daneben bieten wir auch kombinierte Studienmodelle für Berufsfachschüler mit Abitur oder Fachabitur an, die bereits während ihrer Ausbildung einzelne Module an der DIPLOMA Hochschule belegen, um so nochmals die Studiendauer zu kürzen. Dies geht sogar soweit, dass Absolventen von Fachschulen teilweise nur noch ein Semester nach ihrer Ausbildung studieren müssen, um einen vollwertigen akademischen Abschluss zu erlangen. Im Verbund mit der Bernd-Blindow-Gruppe können wir unseren Schülern und Studierenden von der Fachhochschulreife oder Abitur, über den Berufsabschluss und Bachelor bis zum Master alles aus einer Hand anbieten. Besonders stolz sind wir übrigens auf die hohe zeitliche Flexibilität der Studiengänge, die wir unseren angehenden Akademikern anbieten können. Denn neben den verschiedenen Studienformen, angefangen vom Präsenzstudium über das Fernstudium bis hin zu virtuellen Vorlesungen, besteht jederzeit die Möglichkeit zwischen diesen verschiedenen Formen zu wechseln. Und sollten unsere Studenten aufgrund ihrer persönlichen Situation trotzdem einmal die anvisierte Studiendauer überschreiten müssen, so können sie jederzeit bis zu vier Semester ohne weitere Kosten verlängern.

Das mit den virtuellen Vorlesungen klingt ziemlich spannend. Was genau hat es denn damit auf sich?

BLINDOW: Vom Prinzip her läuft es bei den virtuellen Veranstaltungen ähnlich wie in einer „realen" Vorlesung an der Uni ab. Sie finden samstags von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Nur einfach mit dem „kleinen" Unterschied, dass der Dozent an einer eigenen Sendestation in einem unserer virtuellen Klassenräume sitzt, von wo aus die Vorlesung direkt über das Internet übertragen wird. Unsere Studierenden können so bequem von zuhause oder unterwegs per Computer, Laptop, Smartphone oder Tablet-PC an der Vorlesung teilnehmen und von quasi überall den Ausführungen des jeweiligen Dozenten folgen. Die Software simuliert dabei eine vollständige Klassenraumsituation und erlaubt unter anderem das Übertragen von multimedialen Inhalten wie Folien, Tönen, Videos, Bildern oder Animationen, sowohl durch die Professoren als auch durch die Studierenden. Im Gegensatz zum „klassischen" Fernstudium, wo man mit dem Lernstoff meistens irgendwie alleine zurechtkommen muss, ermöglicht diese Funktion ein gemeinsames Arbeiten an Übungen oder Schriftstücken via Whiteboard sowie die gleichzeitige Diskussion aller anwesenden Teilnehmer. Darüber hinaus ermöglicht unser System jederzeitiges Chatten und Rückfragen der Studierenden während der Vorträge. Somit können Unklarheiten gleich vor Ort geklärt werden ohne sie sich umständlich über andere Wege erläutern lassen zu müssen. Bei Bedarf könnte der Dozent sogar auf die Computer der Studierenden zugreifen, um ihnen beispielsweise die Funktionsweise einer speziellen Software besser darstellen zu können. Somit wechseln sich didaktische Methoden wie Vorträge mit Gruppenarbeiten, Übungen oder Diskussionen, ähnlich wie in einem realen Hörsaal, ab. Natürlich gibt es bei einer virtuellen Vorlesung durch die Dozenten auch ein paar Besonderheiten zu beachten. Denn es müssen häufiger kleinere Pausen und Übungen eingebaut werden, um der Ermüdung bei der Bildschirmarbeit vorzubeugen. Das lässt sich aber problemlos lösen in dem sich unsere Lehrenden besonders auf diese Art von Lehrveranstaltung vorbereiten.

Und welche konkreten Vorteile eröffnet diese Art der akademischen Ausbildung den Studenten Ihrer Hochschule?

BLINDOW: Studieren wird nun an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich, da Vorlesungen auch aufgezeichnet und später als „Konserve" erneut abgerufen werden können. Es gab sogar schon Studenten, die während einer Vorlesung im Liegestuhl am Stand oder am Kaffeetisch bei den Schwiegereltern gesessen haben. Insbesondere für Studierende mit einer hohen zeitlichen Belastung durch den Beruf oder die Familie ermöglicht diese Studienform ein äußerst flexibles Lernen. Zudem tragen die kleinen Vorlesungsgruppen in den virtuellen Räumen zu einem intensiven Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden bei. Mögliche Fragen können sofort geklärt werden und die visuelle Aufbereitung des Lehrstoffes durch den Dozenten bietet die gleichen Vorteile wie in einer „echten" Vorlesung. Nur, dass man dazu eben nicht extra an die Uni fahren muss, sondern in den eigenen vier Wänden bleiben kann. Die speziell angepassten Lehrmaterialien unterstützen den Studienfortschritt zusätzlich. Der Erfolg der virtuellen Ausbildung lässt sich im Übrigen durch die sehr geringen Abbrecher- und Durchfallquoten in den entsprechenden Studiengängen belegen.

Herr Braun, Sie haben bei der DIPLOMA Betriebswirtschaftslehre (B.A.) mit dem Schwerpunkt Tourismus- und Eventmanagement studiert und letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen. Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit dem Verlauf des Studiums gewesen?

BRAUN: Obwohl der Studienschwerpunkt mit zwei Semestern fest im Lehrplan vorgesehen war, lag das Hauptaugenmerk der Vorlesungen mehr im betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Bereich. Die theoretischen Grundlagen der Vertiefungsrichtung Tourismus- und Eventmanagement wurden durch die Dozenten umfassend unterrichtet, doch gibt es für die tägliche Arbeit eines Eventmanagers eben keine fest zementierten Verhaltensmuster. Und genau das macht eine gute Vorbereitung auf diesen überaus kreativen und praxisnahen Beruf ausgesprochen schwierig. Bestimmte Aspekte können im Rahmen der Vorlesung kaum behandelt werden. Deshalb ist das Praxissemester von entscheidender Bedeutung, da es den großen Vorteil besitzt, dass man so wie ich damals ein Praktikum in einer Veranstaltungsfirma oder Eventagentur durchlaufen kann. Im Zuge der praktischen Arbeit wird man zum einen auf das spätere Berufsleben eingestimmt und zum anderen werden gleichzeitig alle wichtigen Merkmale bereits schon während des Studiums vermittelt. So kann ich beispielsweise meine im Praktikum gemachten Erfahrungen heute immer noch gut für die Tätigkeit bei meinem jetzigen Arbeitgeber gebrauchen.

Können Sie bitte auf die Voraussetzungen und den Ablauf des Studiums zum Betriebswirt (B.A.) etwas detaillierter eingehen?

BLINDOW: Dank der breit gefächerten Zulassungskriterien stehen die Türen unserer Hochschule sehr vielen potenziellen Studierenden offen. Als Voraussetzung für ein Studium zum Betriebswirt (B.A.) ist die Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung nachzuweisen. Das bedeutet, dass auch Meister, staatlich geprüfte Betriebswirte sowie Fachkaufleute oder verwandte Fortbildungsabschlüsse an unserer Hochschule ein Studium beginnen und beruflich durchstarten können. Dies gilt natürlich gleichermaßen für Personen mit einem Berufsabschluss, die die Zulassungsprüfung bei uns bestehen. Das BWL-Studium selbst ist in der Präsenzform auf sechs Semester und in der Fernstudienvariante auf sieben Semester ausgelegt. Der Studiengang zielt auf die Übernahme oder erfolgreiche Weiterführung einer Fach- oder Führungsaufgabe in einem Unternehmen ab. Es vermittelt in den ersten Semestern betriebswirtschaftliche Grundlagen aus den Bereichen Recht, Organisationslehre, Logistik, Investition und Finanzierung, Personalwesen, VWL und Rechnungswesen. Darüber hinaus werden während des Studiums fachübergreifende wissenschaftliche Methoden und sozialwissenschaftliche Grundlagen wie Rhetorik, Wirtschaftsenglisch, Statistik oder Informatik gelehrt. Um das Ganze dann noch weiter zu vertiefen stehen im letzten Drittel des Studiums noch Kompetenzen aus dem Bereich der Unternehmensführung sowie die Praxisphase und die Bachelorarbeit auf dem Lehrplan. Unsere angehenden Akademiker spezialisieren sich im Verlauf des Studiums zudem auf einen arbeitsmarktorientierten Schwerpunkt wie Finanzdienstleistungen, internationale BWL oder Tourismus- oder Eventmanagement.

BRAUN: An dieser Stelle kann ich noch ergänzen, dass für die Immatrikulation im Gegensatz zu anderen Universitäten kein „Numerus Clausus", also eine bestimmte Mindestnote, als Zulassungsvoraussetzung nachgewiesen werden musste. Die einzige Einschränkung, die sich vielleicht noch auf den Studiengang auswirken könnte, ist die Anzahl der Bewerber. Zuerst hatte ich mich nämlich für ein Wirtschaftsrechtsstudium beworben. Wegen der zu geringen Zahl an Bewerbungen kam dieser Studiengang aber leider nicht zustande. Deshalb wurde mir dann auch mein späteres Studium vorgeschlagen, was ich aber, wenn ich ehrlich bin, aus heutiger Sicht definitiv nicht bedauert habe.

Was waren denn Ihre Gründe, sich für ein Präsenzstudium an der DIPLOMA Hochschule zu entscheiden?

BRAUN: Die DIPLOMA Hochschule wurde mir von einem ehemaligen Kameraden empfohlen, der dort ebenfalls ein Fernstudium absolviert hatte. Dabei spielte für mich die Anzahl der Kommilitonen in den Studiengängen eine entscheidende Rolle. Denn anders als beispielsweise an der Universität Kassel, bei der ich mich nebenbei auch beworben hatte, gibt es hier keine riesigen Vorlesungsräume, wo sich teilweise 500 und mehr Studenten auf engstem Raum zusammendrängen. Ganz im Gegenteil dazu finden die Vorlesungen in einem Klassenraum statt, der dem Klassenzimmer in einer Schule recht ähnlich sieht. Mit insgesamt 13 Studenten war die Größe des Hörsaals sehr überschaubar, wodurch man immer das Gefühl hatte, von den Dozenten auch wirklich wahrgenommen zu werden. Das Kleingruppenprinzip sowie das durchstrukturierte Studium waren dann am Ende die ausschlaggebenden Gründe, warum ich mich für die DIPLOMA entschieden habe. Gegenüber den meisten staatlichen „Massenuniversitäten" besteht hier die Möglichkeit viel intensiver auf die akademischen Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen und den Studenten bei Schwierigkeiten gezielt zur Seite zu stehen. Das war für jemanden wie mich, der seit über zehn Jahren nicht mehr auf einer Schulbank gesessen hatte, besonders wichtig. Ein anderer gewichtiger Punkt war für mich zudem die relative Nähe zu meinem Heimatort. So konnte ich die Strecke von etwa 120 Kilometer pro Vorlesungstag pendeln, was mir letztlich eine Trennung von der Familie erspart hat. Die Kosten für die Fahrerei wurden zum Glück durch das Trennungsgeld komplett gedeckt.

Inwiefern sind die langen Praktika im Hinblick auf das praxisnahe Studium für ein erfolgreiches Abschließen wichtig?

BLINDOW: Die beste theoretische Ausbildung nützt bekanntlich nichts, wenn man das erworbene Wissen nicht ausgiebig in der Praxis testen kann. Aus diesem Grund stehen bei uns neben der Vermittlung von praxisbezogenen Lerninhalten auch umfangreiche Praktikumsphasen auf dem Programm. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass diese Zeit gut als berufliche Orientierungsphase und zum Knüpfen von ersten Kontakten zu einem möglichen Arbeitgeber genutzt werden kann. Außerdem wird das Aneignen von Transferwissen erleichtert, da die Studierenden in den Unternehmen die Chance haben theoretische Modelle auf praktische Probleme anzuwenden. Insbesondere die Studenten, die nicht aus dem Bereich der Bundeswehr kommen, lernen hier ihre knappe Zeit für den späteren Berufsalltag richtig einzuteilen. Und wer bis zum Schluss noch nicht weiß, welches Problem er im Rahmen der Bachelor- bzw. Masterarbeit bearbeiten könnte, dem hilft das Praktikum oft bei der Themenfindung.

BRAUN: Wie schon erwähnt reichen die erworbenen Grundlagen im Schwerpunktsemester nicht aus, um für den Beruf des Eventmanagers umfassend vorbereitet zu sein und sich ein Bild über die spätere berufliche Tätigkeit machen zu können. Im Zuge meines Praktikums habe ich im Endeffekt alles das gelernt, was mich für den Einstieg ins Berufsleben maßgeblich vorangebracht hat. Denn ich durfte mehrere echte Veranstaltungen mitorganisieren und konnte hierbei alle wichtigen Schritte praktisch vollziehen. Angefangen von der Konzeption über die Kalkulation, die Durchführung bis hin zur Evaluation nach erfolgreichem Veranstaltungsende. Hinzu kommt außerdem, dass ich dank des halbjährigen Praktikums zu meinem derzeitigen Arbeitgeber gekommen bin und hier später als Eventmanager eingestellt wurde. Aus meiner Sicht spielt das Praxissemester daher eine zentrale Rolle beim erfolgreichen Bestehen des gesamten Studiums.

Welche Rolle spielen die bundesweiten Studienzentren und die guten Kontakte zu einer Vielzahl an Partnern in der freien Wirtschaft?

BLINDOW: Die Studienzentren sowie die Vorort tätigen Studienzentrumsleiter und Dozenten ermöglichen eine wohnortnahe Betreuung der Studierenden in der Lehre und in den Praxisphasen. Dadurch ist ein persönlicher Kontakt jederzeit denkbar, ohne erst lange Anfahrten in Kauf nehmen zu müssen. Das gilt natürlich insbesondere auch für die Präsenzanteile, die ja letztlich Bestandteil aller Fernstudiengänge sind. Außerdem haben die Studienzentren gute Kontakte zu den regionalen Unternehmen aufgebaut, die die Durchführung von praxisnahen Bachelor- und Masterarbeiten und eine sehr gute Verzahnung von Theorie und Praxis erlauben. Ganz nebenbei können die Studenten zusätzlich von den Netzwerken profitieren, in dem sie die Praktika gleich noch für die Suche nach dem passenden Arbeitgeber nutzen.

Herr Braun, was für Erfahrungen haben Sie im Verlauf der BFD-Zeit mit der Unterstützung durch den Berufsförderungsdienst (BFD) gemacht?

BRAUN: Die Unterstützung des BFD war meiner Meinung nach hervorragend und vorbildlich. Die zuständige Mitarbeiterin war immer erreichbar und bei Fragen, die sowohl das Studium als auch andere berufsbildende Maßnahmen betrafen, stets hilfsbereit zu mir. Ich hatte ständig das Gefühl ernst genommen zu werden und nicht nur einer von vielen Soldaten zu sein. Die Förderung des Studiums wurde ebenfalls ohne zu zögern übernommen und mit den finanziellen Ansprüchen nach der Dienstzeit konnten die Kosten fast komplett abgedeckt werden. Ich musste lediglich etwa 1.500 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen, um auch alle anderen entstandenen Unkosten begleichen zu können.

Wenn Sie die letzten Jahre noch einmal Revue passieren lassen, welchen Ratschlag würden Sie abschließend für eine erfolgreiche Wiedereingliederung nach dem Dienstzeitende geben?

BRAUN: Ich kann nur allen Kameraden den Tipp geben sich möglichst frühzeitig und regelmäßig mit den zuständigen Mitarbeitern des BFD in Verbindung zu setzen, um so eine termingerechte und adäquate Lösung in Bezug auf die Wiedereingliederung in das Berufsleben zu finden. Mir persönlich hat der BFD mit seinen Ratschlägen immer wieder hilfreich zur Seite gestanden und mich dadurch enorm unterstützt. Im Nachhinein kann ich für mich deshalb das Fazit ziehen, dass das gute Zusammenspiel zwischen dem BFD, der DIPLOMA Hochschule und mir maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ich heute einen Arbeitsplatz mit Zukunft gefunden habe. Denn nur wenn man ständig miteinander redet, kann man für sich die besten Karrierechancen für die Zeit nach der Bundeswehr herausholen.  (sg)

 

Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Studium nach der Bundeswehr

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