Logistikmeister nach der Bundeswehr

Maßgeblich am Unternehmenserfolg beteiligt sein: Diplom-Ingenieur Marcus Teuber, Dozent bei Fortbildungdirekt, informiert über die neu konzipierten Weiterbildung zum Logistikmeister nach der Bundeswehr.


Fortbildungdirekt ist seit über zehn Jahren als Bildungsträger aktiv. Wo sehen Sie denn die Stärken Ihres kleinen aber erfolgreichen Teams?

Unser kleines Team erlaubt uns ein hohes Maß an Flexibilität bezüglich der Wünsche unserer Kunden und ermöglicht zudem sehr kleine Seminargrößen. Bedingt durch die schlanke Verwaltung sind bei uns weniger als 12 Teilnehmer pro Seminar üblich. Unsere qualifizierten Dozenten besitzen einen vielfachen Praxisbezug und sind auch in den Prüfungsausschüssen vertreten.

Der Meisterbrief alleine ist nicht immer ein Garant für eine erfolgreiche zivile Karriere. Warum bleibt die Meisterausbildung für Zeitsoldaten trotzdem interessant?

Der Meisterbrief ist zum einen eine gute Ausgangsposition für eine Karriere auf mittlerer Führungsebene. Zum anderen ermöglicht er den Zugang zu aufbauenden Weiterbildungen wie den „Technischen Betriebswirt IHK" oder den direkten Zugang zu einem Hochschulstudium für Nichtabiturienten. Mit einer guten Meisterausbildung schafft man sich also auch in Zukunft eine solide berufliche Basis und hält sich zusätzlich alle Wege offen.

Der Ausbildungsgang des geprüften Logistikmeister wird gerade neu konzipiert. Können Sie darauf bitte kurz eingehen?

Der Logistikmeister löst den bisherigen Meister für Lagerwirtschaft ab. Im Gegensatz zu diesem wird der Logistikmeister vollständig bundeseinheitlich geprüft und ist damit in jedem Bundesland anerkannt.

Wie sieht denn der berufliche Alltag eines Logistikmeisters in der Praxis aus?

Ein optimaler Materialfluss ist die Voraussetzung für einen schnellen Service und eine hohe Zuverlässigkeit. Der geprüfte Logistikmeister ist verantwortlich dafür, dass eben dieser Materialfluss in jeder Hinsicht gesichert ist. In Abhängigkeit von seiner Berufserfahrung und der Größe und Struktur des Betriebes kümmern er sich um den Warenein- und Warenausgang, die Verpackung sowie die Kommissionierung von Waren. Darüber hinaus ist der geprüfte Logistikmeister auch für die Verwaltung von Budgets und das Personalmanagement zuständig. Sie sehen also, dass man als Logistikmeister einen ziemlich abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf ausüben kann, der einen täglich vor neue Herausforderungen stellt. 

Und wo wird der Logistikmeister genau eingesetzt?

Der Logistikmeister kommt in allen größeren Industrieunternehmen und in Logistikunternehmen zum Einsatz. Er leitet dort unter anderem den vollständigen Warenfluss und ist somit maßgeblich am Erfolg des jeweiligen Unternehmens beteiligt.

Fortbildungdirekt bietet auch die Weiterbildung zum Industriemeister mit dem so genannten REFA-Grundschein an. Was genau hat es denn damit auf sich?

Der REFA-Grundschein beinhaltet die REFA-Methoden zur Datenermittlung sowie zur Bewertung und Optimierung betrieblicher Prozesse. Denn die Prozessoptimierung ist im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in jedem Industrieunternehmen ein zwingendes und permanent verfolgtes Thema. Aus diesem Grund ist der Grundschein eine sinnvolle Zusatzqualifikation, die man sich im Rahmen einer umfassenden Berufsausbildung nicht entgehen lassen sollte.

Welche konkreten Vorteile bietet REFA den einzelnen Seminarteilnehmern?

Interessant für die Teilnehmer ist die optionale Doppelqualifikation als Industriemeister verbunden mit dem REFA-Grundschein. Bei gleichem Unterrichtsvolumen wie im reinen Meisterseminar erwirbt der Teilnehmer den REFA-Grundschein, lediglich verbunden mit Mehrkosten in Höhe von 385 Euro für Prüfungsgebühr und Literatur des REFA-Verbands. Es fallen allerdings keine zusätzlichen Seminarkosten mehr an. Der Normalpreis für einen REFA-Grundschein liegt ansonsten bei etwa 1.200 Euro.

Inwiefern hat sich denn auch Ihr spezielles Konzept des Selbstlernunterrichts als erfolgreich erwiesen?

Schwerpunkt der Meisterausbildung liegt im dozentengeführten Unterricht. Es ist jedoch absolut erforderlich das Erlernte auch selbständig anwenden zu können. Dazu dienen die Selbstlerneinheiten, in denen die Teilnehmer gemeinsam in den Schulungsräumen das Erlernte wiederholen und vertiefen.

Schneiden Zeitsoldaten eigentlich während der Ausbildung und bei den Prüfungen besser ab als die übrigen Seminarteilnehmer?

Insbesondere Zeitsoldaten haben erfahrungsgemäß einen großen Vorteil. Denn sie können ihre Weiterbildung in Vollzeit absolvieren und sich dadurch voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren. Das führt natürlich oftmals zu überdurchschnittlichen Prüfungsleistungen.

Können Sie als erfahrener Ausbilder vielleicht noch einen Tipp geben, wie man auch im Prüfungsstress möglichst einen kühlen Kopf behalten kann?

Während der Prüfungsvorbereitung ist es wichtig sich den Lernstoff in „kopfgerechte" Portionen einzuteilen. Dies gelingt immer dann am besten, wenn sich der Teilnehmer einen Plan erstellt, wann er welchen Abschnitt des Lernstoffs erarbeitet haben will. Schlicht Ruhe bewahren und systematisch arbeiten!  (sg)

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Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Weiterbildung nach der Bundeswehr

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