Karriere in der Versicherungsbranche

Ob als Außendienstmitarbeiter oder selbständiger Agenturleiter: Die Versicherungs-Profis der Württembergischen Versicherung Jochen Wagner und Frank Schmidt berichten über Karrierewege in der Versicherungswirtschaft.


Die Württembergische zählt zu den traditionsreichsten Versicherungsunternehmen in Deutschland. In welchen Produktbereichen ist die Württembergische aktiv?

WAGNER: Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen.

Nach der Bankenkrise kann wieder auf einen großen Versicherungsmarkt mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zurückgegriffen werden. Welche Jobchancen eröffnen sich bei Ihnen dadurch?

WAGNER: Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als einer der größten unabhängigen und kundenstärksten Finanzdienstleister in Deutschland etabliert. Daraus resultieren verschiedenste Wege, um sich bei uns beruflich zu entwickeln. Doch welche Richtung Sie auch wählen, Trainings und Weiterbildungen, Förder- und Führungsgespräche begleiten Ihr Vorwärtskommen von Anfang an. Wenn Sie beispielsweise als Agenturleiter oder Außendienstmitarbeiter den Expertenstatus erwerben wollen, gehen Sie mit unseren Fortbildungen auf den richtigen Kurs. Sollten Sie planen, sich einmal selbständig zu machen, durchlaufen Sie unser Existenzgründerprogramm. So sammeln Sie Verkaufserfahrung, bevor Sie die Ausbildung zum Vorsorge-Spezialisten oder auch „Zertifizierten Vorsorge-Spezialisten (ZVS)" in Angriff nehmen. Diese Qualifikation ist das solide Fundament, auf dem Sie sich zum Experten in einer unserer Agenturen entwickeln können. Falls Sie die Führung einer Agentur mit eigenen Mitarbeitern anstreben, ist die Ausbildung zum Unternehmer Ihr nächster Schritt. Nach erfolgreichem Abschluss führen Sie den europaweit zertifizierten Titel „Unternehmer in der Assekuranz (IHK)". Alternativ können Sie auch den Karriereweg zum Fachberater oder zur Führungskraft einschlagen und Verantwortung in einer Regionaldirektion übernehmen.

Herr Schmidt, Sie sind nach Ihrem Dienstzeitende in die Versicherungsbranche gewechselt und arbeiten heute bei der Württembergischen. Was hat Sie damals zu diesem Schritt bewogen? 

SCHMIDT: Dazu bin ich eigentlich eher zufällig gekommen. Denn ich wurde von einem Bekannten angesprochen, der bei der Württembergischen angestellt ist, und gefragt, ob ich vielleicht eine Ausbildung als Versicherungsfachmann machen möchte. Da ich mich schon zuvor für die Finanzbrache interessierte, habe ich mich letztlich zu dieser Ausbildung entschieden. Außerdem waren die potentiellen Verdienstmöglichkeiten sehr interessant.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet die Württembergische allen Zeitsoldaten, die nach der Bundeswehr in ein spannendes neues Tätigkeitsfeld wechseln wollen?

WAGNER: Wenn Sie ein Gespür für Menschen haben, dann dürften Sie sich im Außendienst der Württembergischen wie zu Hause fühlen. Und wenn Sie die Gabe besitzen, Ihrem Gegenüber genau zuzuhören und seine Bedürfnisse zu erfassen, dann bringen Sie hier Ihr Beratungstalent zur Entfaltung. Als Außendienstmitarbeiter sind Sie in einer unserer Generalagenturen angestellt. Dort entwickeln Sie sich zu einem anerkannten Partner Ihrer Kunden. Wir unterstützen Sie dabei vom ersten Tag an.

Gibt es bestimmte Anforderungen, die ein angehender Außendienstmitarbeiter bei der Württembergischen erfüllen muss?

SCHMIDT: Idealerweise bringen Außendienstmitarbeiter eine versicherungsbezogene Berufsausbildung mit. Sie benötigen diese aber nicht zwingend, denn der Außendienst ist auch für Einsteiger aus anderen Bereichen offen. Um das notwendige Wissen zu erwerben, durchlaufen Sie eine viereinhalbmonatige Grundqualifikation zum Versicherungsfachmann (IHK). In einer anschließenden Aufbaustufe von zweieinhalb Monaten vertiefen Sie Ihre theoretischen Kenntnisse und legen nach einem weiteren Monat Ihre Prüfung zum Finanzanlagevermittler (IHK) ab. Weitere Informationen und Erfahrungsberichte finden Sie übrigens auch auf unserer Webseite.                 

WAGNER: Wie bereits von Herrn Schmidt angesprochen sollte ein Bewerber idealerweise eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen. Ist dies nicht der Fall, dann stehen dennoch alle Wege offen. Darüber hinaus sollte man gerade im Außendienst über Kommunikationsstärke sowie Freude am Umgang mit Menschen verfügen. Hinzu kommen neben einem Führerschein vor allem das notwendige „Quäntchen" Überzeugungskraft, aber auch Fleiß und Verlässlichkeit. Zusammenfassend kann ich sagen, dass man für unsere Branche einfach eine offene und kontaktfreudige Persönlichkeit mitbringen sollte.

Herr Schmidt, wie sieht Ihre tägliche Arbeit als Außendienstler in der Praxis aus?

SCHMIDT: Wir sind als Dienstleister mehr als nur Versicherungsvertreter. In unserer schnellen und modernen Welt suchen immer mehr Kunden nach Rat oder wollen unsere Meinung zu aktuellen Themen hören. Aus diesem Grund streben wir für unsere Kunden die ganzheitliche Beratung und Betreuung an. Er kann sich also in allen Lebensabschnitten auf uns verlassen. Das beginnt sprichwörtlich in der „Wiege" und endet auf der „Bahre". Ein solcher Beratungsansatz bereitet einerseits viel Freude, ist zugleich aber auch Verpflichtung für jeden einzelnen Mitarbeiter.

Können Sie kurz auf die Verdienstmöglichkeiten eingehen?

WAGNER: Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten, da es beim Verdienst immer auf verschiedenste Faktoren ankommt. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass Sie als Angestellter ein attraktives Fixgehalt sowie einen fairen Anteil an den jeweiligen Provisionen erhalten. Dieses Verdienstmodell hat den großen Vorteil, dass Sie so die Höhe Ihres Einkommens aktiv mitgestalten können.

Herr Schmidt, haben Sie am Ende noch einen Tipp für alle Kameraden, die nach dem Ende der Dienstzeit ebenfalls in die Versicherungsbranche wechseln wollen?

SCHMIDT: Zeitsoldaten, die mit dieser Idee spielen, sollten bereits während der Dienstzeit passende Angebote des BFD in Anspruch nehmen. Als BFD-Maßnahmen bieten sich neben der Ausbildereignungsprüfung auch Vertriebs- oder Rhetorikkurse an, die einem im späteren Arbeitsleben als Versicherungsvertreter weiterhelfen können. Außerdem ist es sinnvoll geeignete Praktikumsangebote - wie beispielsweise die der Württembergischen - auszuprobieren. Nur so kann man sich direkt über die Versicherungsbranche informieren und gleichzeitig erste Erfahrungen sammeln.  (sg)

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Interviewt am von Stefan Geßner in der Kategorie: Existenzgründung & Sonstiges

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