Wichtige Begriffe rund um das Dienstzeitende

Eingliederungsschein

Soldaten auf Zeit mit einer Dienstzeit von 12 und mehr Jahren haben Anspruch auf einen Eingliederungs- oder Zulassungsschein.

Der Eingliederungsschein, auch E-Schein genannt, soll bei der Eingliederung in den öffentlichen Dienst helfen. Für die Inhaber von Eingliederungs- oder Zulassungsscheinen sind durch den öffentlichen Dienst spezielle Stellen vorzusehen, auf die keine „zivilen" Mitbewerber eingestellt werden können. Dadurch bilden die Inhaber von E-Scheinen und Z-Scheinen im Rahmen des Auswahlverfahrens eine eigene Vergleichsgruppe.

Mit einem E-Schein kann der Soldat auf Zeit seine Dienstzeit in der Bundeswehr um bis zu 1,5 Jahre verlängern, wenn absehbar ist, dass er innerhalb dieses Zeitraums auf einer öffentlichen Stelle zum Beamten ernannt werden kann. Um finanzielle Nachteile aufzufangen, kann man bei Ernennung zum Beamten bzw. Beamten auf Widerruf mit dem E-Schein bis zu 10 Jahre lang Ausgleichsbezüge erhalten. Dazu wird die Differenz zu den früheren Dienstbezügen ausbezahlt, sollte die Stelle im öffentlichen Dienst schlechter besoldet sein. Dies ist besonders für jene interessant, die während der Dienstzeit gut verdient haben und auf der neuen Stelle Jahre brauchen würden, um eine vergleichbare Besoldungsstufe zu erreichen.

E-Schein-Inhaber verlieren allerdings sämtliche Ansprüche auf Berufsförderung vor und nach dem Dienstzeitende. Außerdem wird die Übergangsbeihilfe (Abfindung) um 75 Prozent gekürzt. Die Übergangsgebührnisse entfallen beim Eingliederungsschein komplett.

Achtung: Wiedereinsteller haben auf den Eingliederungsschein nur Anspruch, wenn ihnen nach Ablauf ihres früheren Dienstverhältnisses keine Übergangsgebührnisse zugestanden haben - also bei Verpflichtungszeiten weniger als SaZ 4 - oder das frühere Dienstverhältnis nach 12 oder mehr Jahren geendet hat.

Sofern der E-Schein nicht genutzt wird, kann er innerhalb von 8 Jahren nach Erteilung über den Berufsförderungsdienst an das Bundesverwaltungsamt zurückgegeben werden. Die noch offenen Übergangsbeihilfen werden in diesem Fall nachbezahlt. Zudem lebt der Anspruch auf BFD-Förderung wieder auf.

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