Begriffe und Abkürzungen in der Bundeswehr

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Verdienstausfall

Wird ein Arbeitnehmer in ein Wehrverhältnis, z.B. im Rahmen einer Übung bzw. Wehrübung, einer besonderen Auslandsverwendung oder des Spannungs- und Verteidigungsfalls einberufen, so ist der Arbeitgeber für den Zeitraum, in dem das Arbeitsverhältnis wegen des Wehrdienstes ruht, von der Verpflichtung zur Zahlung des Arbeitsentgelts befreit. Ausnahmen hiervon können jedoch aufgrund besonderer gesetzlicher, tarifrechtlicher oder sonstiger arbeitsvertraglicher Regelungen zur Fortzahlung des Arbeitsentgelts bestehen - z.B. für Arbeitgeber im öffentlichen Dienst.

Das infolge der Dienstverpflichtung entfallende Arbeitsentgelt wird dem Reservedienstleistenden (RDL) nach den Bestimmungen des Unterhaltssicherungsgesetzes (USG) von der zuständigen Unterhaltssicherungsbehörde ersetzt. Der Verdienstausfall ist vom RDL selbst zu beantragen. Dazu benötigt er jedoch eine spezielle Arbeitgeberbescheinigung mit Angaben zum Arbeitsverhältnis und über das entfallende Arbeitsentgelt. Dieses Formblatt ist nach Vorlage des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber auszufüllen und mit einem Firmenstempel zu versehen.

Liegt kein Verdienstausfall vor, so stehen dem RDL die gesetzlichen Mindestleistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz zu.

Unabhängig davon erhält ein RDL während der Dauer der Reservedienstleistung auch bestimmte Leistungen wie Wehrsold, Zuschläge, Reisekosten, eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenkasse oder kostenfreie Heilfürsorge, Truppenverpflegung und Unterkunft.

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