Begriffe und Abkürzungen in der Bundeswehr

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Einarbeitungszuschuss

Muss ein früherer Zeitsoldat im Unternehmen über die übliche - in der Regel kurzfristige - Job-Einweisung hinaus zunächst an die erforderlichen Anforderungen des Arbeitsplatzes bzw. des Betriebes herangeführt werden, so kann dem Arbeitgeber bis zum Erreichen des notwendigen Leistungsvermögens seitens des Berufsförderungsdienstes (BFD) ein zusätzlicher Einarbeitungszuschuss gewährt werden.

Die genaue Höhe und maximale Dauer des Einarbeitungszuschusses richtet sich gemäß § 32 Berufsförderungsverordnung (BFöV) nach dem Unterschied zwischen vorhandenem Leistungsvermögen, beruflichem Kenntnisstand sowie der Lernfähigkeit der Einzuarbeitenden und den konkreten Anforderungen des geplanten Arbeitsplatzes.
  • Für den Zeitraum von bis zu 13 Wochen - in begründeten Ausnahmefällen bis zu insgesamt 26 Wochen.
  • Die Höhe beträgt zu Beginn max. 50 Prozent - in begründeten Ausnahmefällen 70 Prozent - des regelmäßigen Arbeitsentgelts.
  • Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Einzuarbeitenden ist die Höhe entsprechend zu verringern.
  • Die Berechnung erfolgt auf Basis des zu Beginn der Einarbeitung gezahlten Arbeitsentgelts.

Folgende Voraussetzungen müssen zwingend erfüllt sein:

  • Vorliegen eines unbefristeten oder auf die Dauer von mindestens einem Jahr befristeten Arbeitsverhältnisses.
  • Es ist das erste Arbeitsverhältnis des Soldaten innerhalb von maximal 7 Jahren nach DZE.
  • Es handelt sich nicht um eine Stelle im öffentlichen Dienst oder um einen Arbeitsplatz in einem von Ehe- / Lebenspartnern, Eltern, Geschwistern usw. geführten Unternehmen.
  • Der Antrag wird vor Beginn des Arbeitsverhältnisses schriftlich durch den Arbeitgeber gestellt.

Der Einarbeitungszuschuss wird monatlich nachträglich an den Arbeitgeber gezahlt. Wird das Arbeitsverhältnis während der Einarbeitungszeit aus einem vom Arbeitgeber zu vertretendem Grund wieder aufgelöst, so muss das Unternehmen den vom BFD bereits gewährten Einarbeitungszuschuss umgehend zurückzahlen.

Der Einarbeitungszuschuss bietet Unternehmen die einmalige Chance, auch ehemalige Soldaten auf Zeit mit mangelnder Berufserfahrung oder unzureichenden beruflichen Qualifikationen einzustellen, ohne dabei finanzielle Nachteile während der Einarbeitungszeit zu haben.

Siehe auch Eingliederungshilfen


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