Begriffe und Abkürzungen in der Bundeswehr

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Dienstzeitverkürzung

Im Gegensatz zu zivilen Arbeitnehmern steht Soldaten auf Zeit grundsätzlich keine gesetzliche Kündigungsmöglichkeit des Arbeitsvertrages zu. Sie können ihr Dienstverhältnis mit der Bundeswehr daher nicht vorzeitig auflösen, um bereits vor Ablauf der festgesetzten Verpflichtungszeit zu einem neuen Arbeitgeber zu wechseln.

Allerdings können Zeitsoldaten nach § 55 Absatz 3 Soldatengesetz (SG) eine vorzeitige Entlassung beantragen, wenn der weitere Verbleib in der Bundeswehr aus persönlichen, insbesondere häuslichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Gründen einen „Härtefall" darstellen würde. Dieser Fall liegt vor, wenn sich die persönlichen Lebensumstände des Betroffenen in den zuvor genannten Bereichen völlig unerwartet und in besonders starker Weise verändert haben. Ein Jobangebot eines potentiellen Arbeitgebers zählt jedoch nicht dazu.

Beim Vorliegen eines „dienstlichen Interesses" seitens der Bundeswehr können Zeitsoldaten ihr Dienstverhältnis gemäß § 40 Abs. 7 Soldatengesetz ebenfalls auf Antrag verkürzen. Nach Bewertung durch die zuständige Personalabteilung kann ein solches Interesse beispielsweise dann vorliegen, wenn die konkrete Stelle des Soldaten wegfällt und er in einem anderen organisatorischen Bereich der Bundeswehr nicht mehr adäquat eingesetzt werden kann. Wird die militärische Qualifikation des betreffenden Zeitsoldaten nicht mehr benötigt oder besteht aus personalentwicklungsspezifischen Gründen kein weiterer Bedarf, so kann ebenfalls ein Grund für eine Dienstzeitverkürzung vorliegen.

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