Karriere-Blog für Zeitsoldaten der Bundeswehr

Januar 2016: Mehr Rente nach DZE:

Mit dem Bundeswehr-Attraktivitätssteigerungsgesetz (BwAttraktStG) wurden am 23. Mai 2015 zahlreiche Änderungen für Zeitsoldaten beschlossen. So wurde die gesetzliche Beitragsbemessungsgrundlage (beitragspflichtige Einnahmen) für die Entgeltpunkte der Rentennachversicherung um 20 Prozent erhöht. Damit erhöht sich die Nachzahlung in die Rentenkasse seitens der Bundeswehr seit dem 1. Januar 2016 entsprechend.

Die Rentenansprüche für Soldaten auf Zeit steigen damit im Alter um 20 Prozent. Das heißt ganz konkret, dass ein Stabsgefreiter (SaZ 8, ledig) gut 34 Euro, ein Oberfeldwebel (SaZ 12, ledig) etwa 65 Euro oder ein Hauptmann A12 (SaZ 12, verheiratet, 1 Kind) rund 71 Euro mehr monatliche Rente bekommt - zumindest auf Basis des aktuellen Rentenwertes.

Allerdings profitieren Soldaten auf Zeit, deren Dienstzeitende vor dem 1. Januar 2016 lag, leider nicht von der höheren Rentennachversicherung. Es soll jedoch eine Regelung geben, nach denen zumindest die Zeitsoldaten mit DZE am 31. Dezember 2015 aus Kulanzgründen ebenfalls unter die neuen Rentenansprüche fallen. Für die genaue Berechnung der Rentenansprüche ist übrigens das Bundesverwaltungsamt (BVA) zuständig, so dass die jeweiligen BVA-Bearbeiter bei Fragen sicherlich Auskunft geben können.  (sg)

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Geschrieben am von Stefan Geßner in der Kategorie: Absicherung und Versorgung.
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3 Kommentare zu: "Mehr Rente nach DZE:"

  1. Hans-Peter Kraft |

    Sehr geehrtes Team, ich beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Thema Rentenanpassung für SaZ. Allerdings habe ich von allen Seiten stets eine Absage erhalten. Ob ich nun mit der Kulanzregelung auf offene Ohren stoßen werde, wird sich zeigen. Meine DZ war vom 01.10.1974 - 30.09.1982. Diese Zeit bzw. Pflichteinzahlungen in die Rentenversicherung, reduzieren bzw. wird meine Rente ( Antritt am 01.10.2018) extrem reduzieren. Gruß Hans-Peter Kraft

  2. DZE-Team |

    Hallo Herr Kraft, die Rentennachversicherung für SaZ ist ein wichtiges Thema, dass unter anderem auch der Deutsche BundeswehrVerband (DBwV) immer wieder auf die Agenda setzt. Viele (ehemalige) Soldaten beschäftigen sich leider erst zu spät damit. Allerdings sind die gesetzlichen Regelungen recht eindeutig. Die aktive Dienstzeit als Zeitsoldat in der Bundeswehr wird nach dem DZE automatisch in der Rentenkasse nachversichert. Und zwar in Höhe der ausbezahlten Brutto-Dienstbezüge. Der Zeitraum der Übergangsgebührnisse wird jedoch nicht berücksichtigt. Soldaten mit DZE ab dem 31.12.2015 erhalten dabei einen um 20 Prozent erhöhten Nachversicherungssatz. Zudem wirkt sich auch die Teilnahme an besonderen Auslandseinsätzen (im Rahmen bestimmter Stichtage) auf die Rentennachversicherung aus. Viele Grüße, Stefan vom DZE-Team

  3. Rüdiger Okun |

    Genau das ist nun auch mein Problem! Da für die Übergangsgebührnisse keine Rentenbeiträge gezahlt wurden, muss ich diese 3 Jahre (SaZ 15) nun länger arbeiten. Sonst hätte ich mit 63 Jahren und 6 Monaten (45 Jahre eingezahlt) in den Ruhestand gehen können. Außerdem kommt hinzu, dass die Nachversicherung viel zu niedrig ist. Hier muss sich der Gesetzgeber unbedingt für SaZ etwas einfallen lassen. Ich empfinde das als Benachteiligung für alle SaZ.

 
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