Karriere-Blog für Zeitsoldaten der Bundeswehr

Februar 2015: Gehaltsreport 2015:

Das durchschnittliche Jahresgehalt deutscher Fach- und Führungskräfte liegt bei rund 52.000 Euro brutto - inklusive Boni, Provisionen und sonstiger Prämien. Wie der aktuelle Gehaltsreport 2015 der Online-Jobbörse „Stepstone" zeigt, gehören Mediziner, Juristen und Ingenieurswissenschaftler zu den Spitzenverdienern in Deutschland. So verdienen berufserfahrene Ärzte im Schnitt 77.951 Euro brutto - Juristen liegen bei durchschnittlich 65.041 Euro. Aber auch IT-Spezialisten (59.079 Euro) und Ingenieure (59.063 Euro) gehören zu den Topverdienern unter den Angestellten. Allerdings spielt bei der Höhe des Gehalts nicht nur die Ausbildung, sondern ebenfalls die Branche, die Größe des Arbeitgebers und die Region eine gewichtige Rolle.

Berufliche Bildung zahlt sich aus - das wird im Gehaltsreport 2015 besonders deutlich. Denn Akademiker erhalten im Schnitt rund 35 Prozent mehr Gehalt als Beschäftigte ohne Hochschulabschluss. Die Zahlen belegen, dass Angestellte mit einem universitären Masterabschluss oder Diplom über durchschnittlich 56.414 Euro Brutto-Jahresgehalt verfügen. Bachelor- und FH-Absolventen liegen mit 55.971 Euro Jahres-Brutto knapp darunter. Meister und Fachwirte können mit ca. 47.953 Euro Brutto-Verdienst und Beschäftigte mit Hochschulreife mit 44.884 Euro brutto pro Jahr rechnen. Ein sonstiger schulischer Abschluss bringt gerade noch 40.716 Euro brutto.

Zwischen den Wirtschaftsbranchen existieren zum Teil erhebliche Gehaltsunterschiede. Während das Jahres-Brutto-Einkommen für Angestellte im Bankgewerbe (62.451 Euro), im Pharmabereich (59.991 Euro) und Fahrzeugbau (59.727 Euro) am besten ist, bilden der Gastronomiesektor (34.175 Euro) und das Handwerk (34.970 Euro) eindeutig die Schlusslichter im bundesweiten Gehaltsvergleich. Innerhalb der Branche hat auch die Unternehmensgröße des zukünftigen Arbeitgebers einen gewissen Einfluss auf den „Gehaltspoker" bei der Jobsuche nach DZE. Immerhin verdienen Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern im Schnitt oft 10 Prozent mehr.

Neben diesen Fakten sollte man beim Einkommen die Bedeutung des Wohnorts nicht unterschätzen. Schließlich liegt das Bundesland Hessen im Ländervergleich mit einer Durchschnittshöhe von 55.509 Euro brutto beim Jahresgehalt ganz vorn. Dicht gefolgt von Bayern (54.590 Euro) und Baden-Württemberg (54.456 Euro). Weit abgeschlagen bei den Verdienstmöglichkeiten liegen dagegen die östlichen Bundesländer. Hier belegen Sachsen-Anhalt (38.309 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (39.377 Euro) die letzten Plätze vor Sachsen (39.410 Euro) und Brandenburg (40.022 Euro).

Im Süden Deutschlands sind derzeit die Perspektiven für ehemaligen Soldaten auf Zeit am besten. Dort werden nämlich auch die meisten Job-Angebote ausgeschrieben. Während in Hessen besonders viele Fachkräfte gesucht werden, ist dies in den strukturschwachen Regionen Deutschlands leider nicht immer der Fall. Allerdings zog die Nachfrage an Fachkräften 2014 insgesamt um rund 13 Prozent an - ein Trend, der voraussichtlich 2015 weiter anhalten wird. Dabei sind aktuell insbesondere Fachkräfte aus den Bereichen IT / Informatik, Ingenieurswesen und den technischen Berufen gefragt. Denn hier haben nahezu alle Unternehmen die größten Probleme geeignetes Personal zu finden. (sg)

Quellen:  Der StepStone Gehaltsreport 2015 - www.stepstone.de
                 Die Welt - www.welt.de
                 T3n - t3n.de

Auch interessant für Sie:
Geschrieben am von Stefan Geßner in der Kategorie: Arbeitsmarkt.
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

64 Personen (4.2 von 5):

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Kameraden via:


 
Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!