Karriere-Blog für Zeitsoldaten der Bundeswehr

Dezember 2013: Einstiegsgehalt nach der Bundeswehr!

Für ausscheidende Zeitoffiziere ist die Suche nach dem passenden Arbeitgeber oft nur der erste Schritt in eine Karriere nach der Bundeswehr. Denn der anschließende Poker um eine angemessene Vergütung kann für viele Berufseinsteiger zur echten Hürde werden. Eine jüngst unter ehemaligen Offizieren durchgeführte Online-Umfrage könnte bei der erfolgreichen Gehaltsverhandlung mit dem zukünftigen Chef helfen.

Den eigenen „Marktwert" zu kennen ist für die Frage nach den möglichen Gehaltsvorstellungen von zentraler Bedeutung. Wer beim Jahresbrutto zu tief stapelt verliert schnell mehrere tausend Euro. Und wer in den Verhandlungen mit überzogenen Forderungen auftritt, verspielt wichtige Sympathien und geht am Ende vielleicht leer aus. Im Rahmen seiner Masterarbeit an der Universität der Bundeswehr München hat Ronny Nantke rund 600 ehemalige Zeitsoldaten aus der Laufbahn der Offiziere über ihr Einstiegsgehalt nach der Bundeswehr befragt.

Durchschnittlich rund 63.000 Euro brutto haben die Zeitoffiziere als Jahresverdienst bei ihren neuen Arbeitgebern rausschlagen können, wobei die Gehaltsspannen bei den Befragten deutlich auseinander lagen. Großen Einfluss auf eine gute Bezahlung im neuen Job hat neben der regionalen Lage des Unternehmens natürlich auch der Studienabschluss. Studenten aus technischen Studienfächern liegen mit durchschnittlich 67.000 Euro Jahresbrutto deutlich vor den Absolventen der Sozialwissenschaften (64.200 Euro) oder den Wirtschaftswissenschaften (60.800 Euro).

Je nach Wirtschaftsbranche fallen die Einstiegsgehälter ebenfalls unterschiedlich aus. Spitzenreiter sind hier neben der Rüstung (73.200 Euro), Luft- & Raumfahrt (66.800 Euro) und Automotive (64.500 Euro) auch der Maschinenbau (63.800 Euro) sowie die Logistik (61.900 Euro).

Mit einem Master of Business Adminstration (MBA) in der Tasche kann bei den Gehaltsverhandlungen übrigens ein zusätzliches Plus von durchschnittlich rund 6.000 Euro rausgeholt werden.

Quelle: Einstiegsgehälter von Zeitoffizieren in der zivilen Wirtschaft vom November 2013

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Geschrieben am von Stefan Geßner in der Kategorie: Arbeitsmarkt.
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5 Kommentare zu: "Einstiegsgehalt nach der Bundeswehr!"

  1. Tobias |

    Ist ja schön , das zu hören , aber wie wäre es mal mit den Feldwebel oder Unteroffizieren. Jedesmal hört man diese Statistiken immer nur von den Offizieren mit abgeschlossenen Studium. Nicht jeder studiert in seinen Bfd-Ansprüchen.

  2. DZE-Team |

    Danke für Ihr Feedback Tobias! Auch uns würde eine ähnliche "Statistik" bezogen auf das zivile Einstiegsgehalt ehemaliger Feldwebel, Unteroffiziere o.P. und Mannschaftssoldaten brennend interessieren. Sobald uns etwas Vergleichbares vorliegt, veröffentlichen wir dies natürlich umgehend auf dienstzeitende.de.

  3. Daniel |

    Ich finde diese aufgeführten Statistiken sehr interessant und aufschlussreich zugleich. Aber es gibt auch Feldwebel, die in ihrer BfD- Zeit ein Studium absolviert haben, diese sollte man in der Statistik- wenn man eine erneute für diese Dienstgradgruppe erstellt- nicht ausschließen. Zudem fehlt mir in der Statistik, an welcher Hochschule die ausscheidenden Soldaten studiert haben und ob der über die Bundeswehr erworbe Abschluss, ebenso gleichwertig angenommen wurde wie ein Studium, welcher an einer" nicht Bw Uni, FH oder BA" abgeschlossen wurde. MfG

  4. Chris |

    Ich denke es ist jedem klar das ein Master nach der Dienstzeit einen gut bezahlten Job bekommt. Alle Dienstgrade unter den Offizieren wären mal interessant. Trotzdem danke für den Beitrag.

  5. Martin |

    Hi, ich denke an dieser Stelle sollte betont werden, dass die Masterarbeit von einem Offizier selbst erstellt wurde. Vorher gab es nur wenig verlässlichen Informationen dieser Art. Wenn also eine Analyse der Gehälter von Mannschaften und Unteroffizieren benötigt wird, liegt diese in der Verantwortung der Mannschaften/Unteroffiziere! Diese könnten das Thema z.B. dem Programm MBA für Offiziere vorschlagen, um eine wissenschaftlich fundierte Analyse zu erhalten. Ich fand die Arbeit von Ronny super, auch wenn er das Thema natürlich eingrenzen musste. Für die übrigen Dienstgradgruppen gilt: Freiwillige vor! Viele Grüße Martin

 
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